25. Wasserhygienetage in Bad Elster

Die Wasserhygienetage Bad Elster begehen ein kleines Jubiläum: 1993 ins Leben gerufen, sind sie seither ein bundesweit anerkanntes Fortbildungsforum geworden, wo in diesem Jahr zum 25. Male Amtsärzte, Hygieneinspektoren, Wasserversorger, Badbetreiber und Wissenschaftler zum Fachaustausch zusammenkommen.

Die Wasserhygienetage werden Veranstaltet vom 1902 gegründeten Verein für Wasser-, Boden- und Lufthygiene in Kooperation mit dem Umweltbundesamt und finden von Mittwoch bis Freitag statt.

Einige Themen: Die Trinkwasserrichtlinie von 1998 ist "in die Jahre gekommen" und muss novelliert werden: Die Bereitstellung einwandfreien Trinkwassers ist eine dauerhafte Aufgabe und ständige Herausforderung zugleich. Alt bekannte wie auch neu auftretende Schadstoffe oder Krankheitserreger können das Trinkwasser immer wieder belasten. Für die Sicherung der einwandfreien Wasserversorgung braucht es auch sachgerechte technische Regeln.

Zwei Beiträge gewähren Einblicke in neue Analyseverfahren: Aus dem Vergleich von Non-Target und Target- Analytik resultieren neue Entwicklungen in der chemischen Analytik; hochauflösende molekularbiologische Methoden ermöglichen es, selbst einzelne Stämme bakterieller Krankheitserreger zu identifizieren. Der Nachweis immer neuer Schadstoffe im Roh- oder Trinkwasser stellt die Wasserversorgung vor zunehmende Schwierigkeiten. Bislang fokussieren die Befunde auf Warmwasserleitungen, nunmehr gibt es Belege, dass Legionellen auch im Kaltwasser vorkommen.

Auch die 25. Wasserhygienetage widmen sich hygienischen Belangen im Schwimmbad. Welche Strategien in der Badebeckenwasserhygiene Österreich verfolgt, dürfte in Deutschland besonders interessieren, da hier eine Schwimm- und Badebeckenwasserverordnung seit Jahren nicht verabschiedet wird. va