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Plauener Hotel Alexandra feiert Geburtstag

Hotel-Alexandra-Familie-Glied-Jubiläum-Plauen-VogtlandEin Vierteljahrhundert trägt es den Namen seiner Chefin und war vor zwei Jahrzehnten das Erste mit vier Sternen im Vogtland – das Hotel Alexandra in der Plauener Bahnhofstraße. Begonnen hat die Geschichte des Hauses schon vor 165 Jahren, die von Familie Glied seit 1991 erfolgreich fortgeschrieben wurde.

Von Marjon Thümmel

Plauen – Wie viele Gäste in all den 165 Jahren in diesem Haus ihr müdes Haupt zur Ruhe gebettet haben, vermag keiner zu sagen. Aber, dass es sich ständig gewandelt hat wie die Mode derer, die es besuchten, ganz sicher. Den größten Umbau seiner Geschichte erlebte es unter den Fittichen der Familie Glied, die es im August 1991 als damaliges Deils Hotel von der Treuhand erwarb und damit ein Stück Stadtgeschichte rettete.

Klaus-Dieter und Gisela Glied gaben dem Haus Charme und Gastlichkeit zurück, die es in DDR-Zeiten eingebüßt hatte. Und sie sind auch beim Umbau dem Jugendstil treu geblieben.

Bereits beim Betreten des Hauses fallen Marmor-Fußböden, Kristalllüster, wuchtige Jugendstilmöbel, eine lebensgroße Madonna, goldgerahmte Gemälde und ein schmiedeeisernes Geländer ins Auge. Letzters stammt aus dem Jahr 1876, wurde erst bei der Renovierung entdeckt und liebevoll restauriert.

Von HO gekauft

„Als meine Eltern das Deils Hotel aus dem Vermögen der Handelsorganisation (H0) kauften, waren nur wenige Zimmer nutzbar. Bei laufendem Betrieb wurde das Hotel mit riesigem Aufwand von der vierten Etage abwärts saniert und erweitert“, erinnert die 44-jährige Alexandra Glied, Chefin und Namensgeberin des Familienhotels an die Anfänge.

Die Zimmer in den oberen Etagen seien zu dieser Zeit nur über eine Feuerleiter erreichbar gewesen, was einem Gast mit Höhenangst, nachdem er mühsam den Aufstieg geschafft hatte, mehr oder weniger in seinem Zimmer festsitzen ließ. „Und dennoch ist er immer wieder gekommen“, schmunzelt Alexandra, die ab 1992 im elterlichen Hotel Hotelkauffrau lernte.

Im gleichen Jahr wurde der fünfstöckige komfortable Anbau am historischen Altbau fertig. Sechs Jahre später folgte noch ein Übergang zum Parkhaus in den Kolonnaden, was dem Hotel noch einen dritten Tagungsraum bescherte.

Erstes Vier-Sterne-Haus

Seitdem ist Alexandra die Hoteldirektorin. Gemeinsam mit Mutter Gisela, die im März mit 80 Jahren starb, hatte sie fast ein Vierteljahrhundert das Haus geführt, unterstützt von Anfang an durch Bruder Dieter, der sich um den kompletten gastronomischen Bereich kümmert.. Die ältere Schwester Undine ist im vergangenen Jahr nach Pirna gezogen, wo sie mit ihrem Mann lebt.

Das Hotel war im Vogtland das Erste, als es 1997 vier Sterne verliehen bekam. Und erst jetzt wurde diese zum wiederholten Mal verteidigt. 22 Einzel-, 44 Zweibett-, ein Dreibett- und ein Familienzimmer stehen für die Gäste ebenso zur Verfügung wie eine Hochzeits- und eine Barocksuite – alle mit moderner Kommunikationstechnik und WLAN ausgestattet.

„Mit dem Dreibett- und Familienzimmer haben wir uns den Wünschen der Gäste angepasst“, sagt Alexandra Glied und verrät auch, dass in der vierten Etage alle Zimmer komplett neu gemacht und auch in den zwei Jugendstil-Etagen renoviert wurde. Übrigens gibt es im fünfgeschossigen Neubau Räume im französischen Barock mit grünen Stilmöbeln Modell Paris.

25 Mitarbeiter

Und ein Wellnessbereich mit Whirlpool und Sauna lädt nicht nur Hotelgäste zu einer Auszeit vom Alltag ein. „Wir bieten auch Massagen und Kosmetikbehandlungen an“, macht Alexandra Glied einen Besuch, den schon viele Plauener nutzen, schmackhaft. Bar, Restaurant und Cafe runden das Bild ab und bieten Möglichkeiten für Geselligkeit und verschiedene Feiern.

25 Mitarbeiter, darunter zwei Auszubildende, sorgen für das Wohl der Gäste, die zur Hälfte aus Geschäftsreisenden bestehen. Jeweils ein Viertel seien Bus- und Privatreisende. Viele der Mitarbeiter halten schon sehr lange dem Haus die Treue, wie Marion Kaiser in der Buchhaltung, die schon seit Anfang an dabei ist oder auch Empfangschef Christian Heinz und Küchenchef Frank Michel.

Ein Teil der Mannschaft der ersten Stunde ist auch schon in Rente. „Sie kommen aber noch regelmäßig zu uns oder halten Kontakt. Wir sind wie eine große Familie, und das schätzen auch unsere Gäste“, lobt die 44-Jährige ihre Mannschaft.

Eröffnet für Bahnreisende

Das Haus hatte Carl August Deil vor 165 Jahren für die Reisenden der gerade eröffneten Bahnlinie Leipzig- Plauen-Hof in der damals noch fast leeren Bahnhofstraße erbaut und lockte so Gäste aus nah und fern – manche auch mit Rang und Namen. „Auch der berühmte Märchenerzähler Hans Christian Andersen war nach Auskunft der dänischen Stiftung am 15. Juni 1858 zu Gast in Plauen in unserem Hotel“, freut sich Alexandra Glied und hat gleich eine Idee für das anstehende Stadtjubiläum 2022.

„Wir könnten doch mal nachforschen, welche namhaften Persönlichkeiten vor 1900 in Plauen weilten. Und mit Andersen könnten wir sogar mit dem Märchenpark Plohn etwas gemeinsam machen.“

Den Komfort – um 1900 war das Deils Hotel vogtlandweit das erste mit fließend kaltem und warmen Wasser sowie elektrischem Licht in allen Zimmer – und die Gastlichkeit schätzten auch andere Künstler und Musen, wie ein Blick ins älteste Gästebuch aus den 1920er und 1930er Jahren verrät. Es wurde nach fast 40 Jahren in einem eingemauerten Safe bei den umfassenen Umbauarbeiten 1991 entdeckt.

Interessante Gäste

Darin finden sich neben Fürsten, Grafen und Schauspielern wie Willi Forst, Marika Röck oder Paul Linke am 23. Oktober 1937 auch der Eintrag von Poldi Mildner. Die große Konzertpianistin weilte auch 1995 und 2001 im Hotel.

In den mittlerweile sieben Gästebüchern finden sich prominente Namen wie Kim Wilde, Rio Reiser, Ephraim Kishon, Helge Schneider und Ivan Rebroff. Episoden und Anekdoten gebe es viele. „Als die Sumo-Ringer bei uns übernachteten, hatten wir schon etwas Angst um unsere Betten. Wenn Matthias Reim hier war, stand die Bar voller Frauen und der weltbeste Geiger Michael Grube hat ein Ständchen für die Gäste gespielt, das alle begeisterte“, verrät Dieter Glied nur einige Anekdoten.

Motörhead, Sweet, Smokie, Tom Astor und Dagmar Frederic nennt er als Beispiel für den Genre-Querschnitt der Künstler. „Und auch der König von Ghana war mit Königin Gabriele im September 2000 bei uns.

Mit seiner Werkstatt in München hat er das Geld verdient, um sein Volk zu versorgen. Das war schon beeindruckend“, fügt Dieter Glied hinzu. Königlich werden sich auch die Gäste fühlen, die zur Jubiläums- Geburtstagsfeier im Hotel Alexandra eingeladen sind und dabei kulinarisch wie musikalisch verwöhnt werden. Immerhin ist „Charmant und voller Gastlichkeit“, seit jeher das Motto des Hauses.

2017-10-19




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