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Entwicklung des Lohnniveaus in der Region Vogtlandkreis

060510 CityDie Löhne steigen, die Wirtschaft boomt – Deutschlands wirtschaftliches Wachstum sowie der eingeführte Mindestlohn sorgen für eine steigende Lohnentwicklung, von der besonders Geringverdiener und ungelernte Arbeitnehmer profitieren.

In Sachsen zeigt sich dadurch ein deutlicher Anstieg des jährlichen Durchschnittseinkommens von 32.418 Euro auf 33.593 Euro pro Arbeitnehmer im Jahr 2016 – Tendenz weiterhin steigend. Obwohl sich demnach die Vogtländer ebenfalls über mehr Geld in ihren Taschen freuen können, liegen sie trotzdem weiterhin unter dem sächsischen Durchschnitt das Pro-Kopf-Einkommen betreffend.

Deutschlandweit steigende Reallöhne

Laut des vierteljährlich erscheinenden Quartalsberichts des Statistischen Bundesamtes verzeichnet Deutschland im ersten Quartal 2017 erneut eine steigende Entwicklung sowohl bei den Real- als auch bei den Nominallöhnen:

Damit ist ein Anstieg der Reallöhne seit mittlerweile dreizehn Quartalen in Folge zu verzeichnen (Stand erstes Quartal 2017). Diese Entwicklung wird maßgeblich von der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland beeinflusst. Auch im zweiten Quartal dieses Jahres ist ein deutlicher Aufschwung erkennbar.

Dieser führt zusätzlich zu einem Beschäftigungsaufbau, der ein positives Bild auf den deutschen Arbeitsmarkt wirft. Laut einer Presseinfo der Bundesagentur für Arbeit sind die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 139.000 Arbeitssuchende gesunken.

Nirgendwo steigt das Arbeitnehmerentgelt wie in Sachsen

In keinem anderen Bundesland in Deutschland sind die Bruttolöhne und –gehälter so stark angestiegen, wie es in Sachsen der Fall war. Rund 3,8 Prozent betrug das Plus 2016 pro Kopf im Vergleich zum Vorjahr. Damit belegt Sachsen mit einem Jahreseinkommen von durchschnittlich 28.000 Euro den dreizehnten Platz im bundesweiten Vergleich. Parallel dazu steigt das Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer seit 1991 stetig an: So betrug es 2016 rund 33.593 Euro.

Das Arbeitnehmerentgelt setzt sich nicht nur aus den Bruttolöhnen der Angestellten zusammen, sondern bezieht ebenfalls Sachleistungen mit ein, die im Rahmen des Arbeitsverhältnisses zugeflossen sind. Allerdings wird oftmals in den Statistiken außer Acht gelassen, dass sich immer mehr Arbeitnehmer für Alternativen zur Gehaltserhöhung in Form von Sachleistungen entscheiden.

Besonders beliebt ist beispielsweise ein eigener Firmenwagen mit privater Nutzung, Tankgutscheine oder Zubehör wie ein Diensthandy. Diese ermöglichen ein deutliches Plus im Geldbeutel, sind jedoch als Zusatzleistung zum herkömmlichen Bruttolohn zu sehen und finden daher in den meisten Statistiken keinerlei Beachtung.

Vogtländische Löhne niedriger als der sächsische Durchschnitt

Obwohl im Vogtland ebenfalls ein finanzieller Aufschwung zu verzeichnen ist, liegen die Löhne nicht nur unter dem deutschlandweiten Durchschnitt, sondern ebenfalls unter dem sächsischen Mittelwert. So verdiente Ende 2015 der Vogtländer im Durchschnitt 2.095 Euro brutto, während der Durchschnittslohn in Sachsen bei 2.323 Euro brutto lag – im Vergleich zu den anderen Bundesländern klafft sogar eine noch größere Lücke, denn im Schnitt verdienen Vollzeitbeschäftigte im Osten 2.449 Euro, im Westen sogar 3.218 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit.

Große Auswirkungen auf das Lohnniveau hatte die Einführung des Mindestlohns bzw. dessen Erhöhung Anfang des Jahres von 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde. Dadurch stieg selbstverständlich das verfügbare Einkommen der betroffenen privaten Haushalte ebenfalls an. Viele Arbeitgeber hatten hinsichtlich des erhöhten bürokratischen Aufwands Bedenken.

Diese konnten jedoch zerstreut werden, da sich durch diverse Unternehmenssoftwares für die Lohnabrechnung der Aufwand in Grenzen hielt. Gleichzeitig hatten Firmen Angst, durch den höheren Lohn bereits vorhandene Stellen abbauen zu müssen. Ein merklicher Stellenabbau in Sachsen ist allerdings nicht zu verzeichnen, stattdessen sinkt die Arbeitslosenquote um weitere 7,5 Prozent. Damit liegt das Bundesland im unteren Mittelfeld im bundesweiten Vergleich.

Obwohl die Zahl der Erwerbslosen im Vogtland im Vergleich zum letzten Jahr um rund 9,7 Prozent gesunken ist, ist es um die Entwicklung des Arbeitsmarktes dennoch nicht gut bestellt. Schuld daran ist die vorherrschende Perspektivlosigkeit, die nicht nur für den wachsenden Wegzug von Jugendlichen verantwortlich ist, sondern für eine erhöhte Pendlerzahl in andere Regionen.

Rund 21.139 Pendler sind 2016 zum Arbeiten in andere Bundesländer gewechselt, weil dort höhere Löhne gezahlt werden. Eine Auswirkung dessen ist ein verzerrtes Bild der Lohnentwicklung. Bei den meisten Faktoren schneidet das Vogtland schlecht ab, stellte Focus Money bei seinem diesjährigen Landkreis-Ranking fest. Dort belegte der Vogtlandkreis folgende Plätze:

• Platz 301 in der Kategorie Wachstum und Jobs
• Platz 361 in der Kategorie Firmengründungen
• Platz 384 in der Kategorie Produktivität und Standortkosten
• Platz 383 in der Kategorie Einkommen und Attraktivität
• Platz 199 in der Kategorie Sicherheit und Lebensqualität

Damit erhält der Vogtlandkreis einem Gesamtrang von 378. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass in diesem Teil Sachsens akuter Handlungsbedarf besteht, um attraktiver für Arbeitnehmer zu werden und das Lohnniveau langfristig anzuheben.

2017-09-07




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