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Digitale Medien dürfen nicht unterschätzt werden

Zum Vogtländischen Unternehmertreff 2014 analysierte der Tübinger Medienwissenschaftler Professor Dr. Bernhard Pörksen die Macht der neuen Medien. "Netzwerk- und Multimedia-Plattformen wie Facebook, Twitter oder YouTube sind nicht zu unterschätzende neuartige Instrumente der Enthüllung."

Wernesgrün - Schon viele Personen, Institutionen und Unternehmen sind in einen Shitstorm geraten. Vor dieser massenhaft im Internet geäußerten Entrüstung scheint keiner gewappnet zu sein. "Schon eine unbedachte Äußerung reicht und nichts ist im digitalen Zeitalter so einfach wie Skandale unter die Leute zu bringen", sagt Professor Dr. Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler an der Uni Tübingen und Autor mehrerer populärwissenschaftlicher Bücher, vor den rund 100 Anwesenden des Vogtländischen Unternehmertreff 2014 in der Schmiede des Wernesgrüner Brauereigutshofes.

Gleich an mehreren Beispielen machte der 45-Jährige in seinem Vortrag zum Thema "Die Zukunft der Reputation - was bedeuten die neuen Medien für Gesellschaft und Unternehmen?" die Macht dieser neuen Institution deutlich. Pörksen: "Ein Interview des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, in dem er sagte, dass militärische Aktionen zur Sicherung von Handelswegen nötig seien, führte am Ende zu dessen Rücktritt."

Einer der Studenten Pörksens empörte sich über Köhlers Äußerungen und forderte überregionale Zeitungen zur Stellungnahme in seinem Internet-Blog auf. "Der Spiegel griff diese Geschichte auf, und der Bundespräsident trat mit einer Medienschelte zurück", so der Professor. Vor diesem Hintergrund warnte Pörksen die Unternehmer.

Es sind gerade die eigenen Datenspuren in Blogs, Chat-Protokollen, Facebook-Postings, Mailbox-, SMS- und Twitter-Botschaften, die womöglich eines Tages zu Dokumenten der Demontage und Blamage werden. "Man weiß heute nie, welche der eigenen Daten morgen zum Reputationsrisiko werden können. Was einmal den Weg ins Internet gefunden hat, bleibt dort für immer. Außerdem ist das Publikum eine neue Macht. Es setzt - auch für die klassischen Medien - heute die Themen."

Bisher sei eine Geschichte einer Redaktion bekannt geworden und dort wurde entschieden, ob publiziert werde oder nicht. Danach habe es die Reaktionen des Publikums in Form von Leserbriefen oder Anrufen in der Redaktion gegeben. Mit dem Internet sei eine grundlegende Wandlung eingetreten. "Das Publikum ist die neue Macht. Die Menschen kommentieren heute nicht nur Ereignisse, sie setzen eigene Themen, liefern Informationen und Beweise und treten als Ankläger in Erscheinung."

Enthüllungsgeschichten richten sich im digitalen Zeitalter in einem bislang unbekannten Ausmaß auch gegen Ohnmächtige und komplett Unschuldige. So könne heute jeder, auch ganz und gar Unbekannte, zum Opfer werden. Pörksen verwies dabei auf die ständig möglichen Dokumentationen durch Fotos oder Videos mittels Smartphones.

Fünf zentrale Veränderungen der Medienwelt machte Pörksen gegenüber früher aus: Es gebe neue Enthüller, neue Themen, neue Opfer, eine neue Öffentlichkeit und eine rasante Verbreitungsdynamik. Dabei gelte es nicht, welches Thema wichtig sei, sondern was im Kampf um Aufmerksamkeit am wirksamsten sei.

"Es muss deshalb ein ständiges 'Bühnenbewusstsein' mit dem Wissen geben, dass alles publiziert werden könnte." Auch müsse man heute schnell reagieren, denn die sogenannte Salamitaktik, wie sie Karl Theodor zu Guttenberg in seiner Plagiatsaffäre anwandte, funktioniere heute nicht mehr. Eine "maximale Transparenz" sei dabei besonders wichtig. Wie das Beispiel des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff zeige, gibt es nur einmal die Chance zur Selbstaufklärung.

Neben diesem Vortrag stellte Andre Koberg, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sächsischen Aufbaubank, den anwesenden Unternehmern in seinem Referat die Rahmendaten zu den "neuen" Programmen der Förderperiode 2014 bis 2020 vor. "Erfreulich ist, dass ein Großteil der bekannten Förderprogramme weiterhin Bestand haben, jedoch andere Fördersätze zugrunde gelegt werden", so Koberg. Das Vogtland gehöre weiter zu den C-Fördergebieten.

Betriebsstätten von kleinen Unternehmen können demnach Investitionsbeihilfen in Höhe von 35 Prozent (ab 1. Januar 2018: 30 Prozent), mittleren Unternehmen 25 Prozent (ab 1. Januar 2018: 20 Prozent) und große Unternehmen 15 Prozent (ab 1. Januar 2018: 10 Prozent) erhalten. Der Zeitpunkt für Investitionen könne aufgrund des derzeitigen niedrigen Zinsniveaus nicht besser sein, konstatierte Dr. Tassilo Lenk, Landrat des Vogtlandkreises.

"Vor allem durch Investitionen, Innovationen und Kreativität werden die Arbeitsplätze im Vogtland gesichert" so der Landrat. Gleichzeitig forderte er die Unternehmen auf, in Abhängigkeit ihrer Produktivität, angemessene Löhne zu zahlen. "Die Arbeitnehmerschaft muss weiter motiviert werden, damit sie nicht weggeht. Gut bezahlte und sichere Arbeitsplätze fördern Familien, es kommen Kinder. Nur so können wir eine erfolgreiche Zukunft gestalten."

Das Ziel des jährlich stattfindenden Unternehmertreffens ist es laut Lenk, eine Plattform für einen intensiven Erfahrungsaustausch und die Gelegenheit zum Knüpfen von Netzwerken zu schaffen. mm

2014-12-01




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