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Elsterberg sucht Partnerstadt

Im Elsterberger Stadtrat wurde über das Thema Städtepartnerschaft diskutiert.

Von Jürgen Stefaniak

Elsterberg – Mit Schwarzenbach am Wald in Oberfranken pflegt die Stadt Elsterberg seit Jahren ein loses Partnerschaftsverhältnis. Gegenseitige Besuche der Verwaltungen waren und sind da an der Tagesordnung. Nun wird 2018 wieder zum Ruinen- und Heimatfest nach Elsterberg eingeladen.

Deshalb stünde es nach Meinung des Bürgermeisters Sandro Bauroth (FDP) der Stadt gut zu Gesichte, wenn Vertreter von Partnerkommunen in der Stadt begrüßt werden könnten. Deshalb stand zur jüngsten Stadtratssitzung das Thema „kommunale Partnerschaften“ auf der Tagesordnung.

Dort erinnerte Bauroth an die einstige Zusammenarbeit mit einer französischen Stadt, die man wieder aufleben lassen möchte. Ein diesbezüglich geschickter Brief blieb bisher aber unbeantwortet. Deshalb schlug Bauroth vor, etwas völlig Neues zu starten – mit einer etwa zahlenmäßig gleich starken und ebenso wie Elsterberg strukturierten Kommune im deutschsprachigen Raum.

In der Diskussion brachte AHL – Stadtrat Wolfgang Haupt die hessische Stadt Kelsterbach ins Spiel. Dort gäbe es sogar schon einen Elsterberger Weg, sowie während der Existenz des Enka-Werkes in der Stadt lose Verbindungen zwischen beiden Orten. „Wie die Verbindung mit Schwarzenbach, so ist auch mit Kelsterbach nichts schriftlich fixiert“, schränkte Haupt sofort ein.

Trotzdem war er der Meinung, man solle doch mal in der etwa 14.000 Einwohner zählenden Stadt vor den Toren Frankfurts anfragen. Schließlich eint Elsterberg und die Hessen doch Eines: In beiden Städten waren etwa 100 Jahre lang Werke der Glanzstoff AG und seiner Nachfolger ansässig.

Stadtrat Joachim Baierl (CDU) schlug eine Stadt aus Ungarn vor, „in der ehemalige Vertragsarbeiter des Kunstseidenwerkes heute wohnen“. Dem musste Bürgermeister Bauroth entgegnen, „dass viele ungarische Städte gerade um den Balaton herum, bereits mehrere Partnerkommunen in Europa haben“. Wolfgang Krumm (AHL) plädierte für Kontakte mit Städten in Österreich, die in einer Tagesreise noch gut erreichbar sind“.

Letztendlich hatte wohl Axel Markert (SPD) die richtungweisende Meinung. „Wir sollten die bestehenden Kontakte nutzen und aktuell machen“. Nicht diskutiert wurde eine mögliche Partnerschaft mit der in Niedersachsen liegenden Stadt Sittensen.

Obwohl zu den Mitgliedern der dortigen Trachtengruppe die Mitglieder der Vogtländischen Trachtengruppe aus Elsterberg besonders um die letzte Jahrhundertwende gute Kontakte (gegenseitige Besuche) aufgebaut hatten. j.st.

2017-10-10




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