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Alle wollen Reuth haben

Weischlitz/Reuth – Alle 19 Weischlitzer Gemeinderäte waren anwesend und alle stimmten der Eingliederung der Gemeinde Reuth in die Gemeinde Weischlitz zu. Die Eingemeindung erfolgt zum 1. Januar. Die bedeutsame Ratssitzung fand am Montag in Weischlitz statt.

Vor dem Beschluss wurde über Einsprüche beratschlagt und abgestimmt. Bedenken wurden von einem Bürger aus Gutenfürst bezüglich der Straßenumbenennung geäußert. Um doppelte Straßennamen zu vermeiden werden in der Gemeinde Reuth fünf Straßennamen geändert, in Weischlitz drei.

Einstimmig wurde dieser Hinweis vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen – allerdings nach Abwägung der öffentlichen Belange nicht berücksichtigt. Natürlich entstehen sowohl Bürgern und Gewebebetrieben bei einer Straßenumbenennung Aufwand, allerdings werden keine Straßennamen geändert, die bereits bei der Eingliederung von Burgstein geändert wurden.

Zudem seien in Reuth wesentlich mehr Bürger und Unternehmen betroffen. In Gutenfürst betrifft die Namensänderung die Bahnhofstraße, mit vier Gewerbeeinheiten und 21 Einwohnern, Reuth hat im Vergleich fünf Gewerbeeinheiten und 100 Einwohner auf der Bahnhofstraße so die Ergebnisse der Abwägung.

Ebenso erreichte die Gemeinde Einwände der Kita Zwergenland in Reuth. Diese fordert eine Bestandsgarantie für fünf Jahre, welche der Eingliederungsvertrag nicht vorsieht. Schließungsängste müssen die Eltern und Erzieher trotzdem nicht haben „Es gab ein Gespräch mit den Erziehern der Kita Zwergenland und ich denke, wir konnten dort einige Ängste beseitigen.

Ich wüsste doch gar nicht, wo ich die 60 Kinder unterbringen sollte“, zerstreut der Bürgermeister Raab bedenken. „Die Kita Reuth wird gleichgesetzt mit den Kitas in der Gemeinde Weischlitz und diese haben auch keine fünfjährige Bestandgarantie“, sagte er.

Was unvermeidbar sein wird und auch dringend notwendig, ist die genaue Beleuchtung der Sachkosten, die in Reuth wesentlich höher sind als in der Gemeinde Weischlitz. „Wir müssen uns das genau anschauen und herausfinden, wo hier die höheren Kosten liegen.

In spätestens fünf Jahren soll es einheitliche Kita- Gebühren geben, da kann ich den Eltern der Gemeinde Weischlitz nicht sagen, wir müssen die Gebühren erhöhen, weil die Kita Reuth höhere Kosten hat, sondern wir müssen Lösungen finden wie wir die Sachkosten in den Griff bekommen“, erklärte Raab.

Dazu ist die Erstellung eines Energiekonzeptes für die Einrichtung in Reuth der erste Schritt, dieses soll nun in Auftrag gegeben werden und Aufschluss über die hohen Energiekosten bringen. Zur Sitzung in Weischlitz waren auch zahlreiche Gemeinderäte aus Reuth anwesend. J.S.

2016-09-28




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