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Rathaus in Plauen mit Platz für Kunst

RathausDer Eingangsbereich des Plauener Rathauses wird künftig deutsche Geschichte symbolisieren. Aus kommunaler Sicht aber ebenso wichtig: Die Sanierungskosten sollen nicht explodieren.

Von Torsten Piontkowski

Plauen – „Es wird nicht teurer, wir machen nur etwas mehr als geplant“, stimmte Bürgermeister Levente Sarközy die Mitglieder des Stadtbau- und Umweltausschusses auf die Informationen von Detlef Mevius ein.

Der Architekt der mit der Sanierung der Rathaus-Fassade beauftragten iproplan-Planungsgesellschaft „zauberte“ eine Reihe interessanter Details aus dem Laptop, die auch die als kritisch bekannten Stadträte am Ende zu einem anerkennenden Tisch-Klopfen animierten. Vor allem aber interessierte sie – andere Erfahrungen quasi wenige hundert Meter entfernt vor Augen – der Gesamtpreis. Der liegt nach Aussagen Mevius’ bei 9,94 Millionen Euro, wobei dem mittlerweile keine Schätzung, sondern eine 300-seitige Kostenrechnung zugrunde liege.

Asbestbeseitigung in einer Hand

Zudem avisierte der Architekt, notfalls auf Dinge zu verzichten, wenn diese die Kosten in die Höhe trieben. Stichwort das von der Plauener Firma e-Control hergestellte spezielle energieeffiziente Glas, mit dem unter anderem moderne Dimmeffekte zu erzielen sind.

Mevius machte am Rande deutlich, dass statische Erfordernisse der riesigen Glasfläche – die aus denkmalschützerischen Gründen erhalten bleiben muss – dazu führen könnten, das Glas aus Kostengründen doch nicht einsetzen zu können. Indiz, dass die Planer die maximal „erlaubten“ zwölf Millionen Baukosten nicht bis zum letzten Euro auszureizen gedenken.

Zumal – ultimativer Schrecken jedes Planers und Bauausführenden – da noch die Gefahr weiterer Asbestfunde lauert. Schon jetzt weiß man, dass auch Seitenflügel des Gebäudes betroffen sind. Mevius avisierte in diesem Zusammenhang, die Beseitigung in einem Los, also von einer einzigen Firma, erledigen zu lassen, was ebenfalls Kosten dämpfe.

Betonstufen als Symbol der Geschichte

So richtig in die Herzen der Stadträte „plante“ sich Mevius aber bei der Vorstellung neuer Details des Eingangsbereiches. Die bisher durchlaufende Stützmauer werde durch eine offene zentrale Freitreppe ersetzt samt drei übergroßer Betonstufen.

Die sich dahinter verbergende Symbolik: Schritt für Schritt sei damit die Mauer in Deutschland zu Fall gebracht worden, und der Ausgangspunkt dieser stufenartigen Schritte sei Plauen gewesen. Erstmals äußerte sich der Architekt auch konkreter zur Einbeziehung der Kunst. Bekanntlich wird der Eingang ins Bürgerhaus deutlich „nach vorn geholt, so dass er offener und heller wirkt.

Diese neue Offenheit ließe sich gut mit der Kunst von Karl-Heinz Adler in Einklang bringen. Eine großformatige Glaswand könne selbst zur Projektionsfläche werden, fügte er an. Dass sich hinter der bisherigen Sandsteinfassade die einst dem Rathaus zugedachte Arbeit von Adler in ihrer Gesamtheit verbirgt, ist allerdings unwahrscheinlich. „Da müssten die Maurer schon etliche Kellen Zement vergessen haben reinzuwerfen“, so Mevius pragmatisch.

Doch damit nicht genug der potentiell für Ausstellungen und Kunstwerke zur Verfügung stehenden Flächen. Während der Aufzug und die rechts und links an ihm vorbeiführenden Treppen den Blickfang im Foyer bilden, gelangt man im hinteren Bereich auch zur künftigen Meldestelle.

Dieser Bereich wird außerhalb der Öffnungszeiten aus naheliegenden Gründen geschlossen und entsprechend gesichert – ein sich anbietendes Terrain, die von Kunstmaler Manfred Feiler der Stadt geschenkten Werke öffentlich zu präsentieren. Eingangsbereich mit viel Glas und Licht Gewissermaßen im Schnelldurchlauf lotste Mevius die Stadträte anschließend nochmals durch das Gebäude.

Kellergeschoss

Hier entsteht das moderne Archiv, inklusive des Einbaus von Schienen für Rollregale. Eine neue Lüftungszentrale wird ebenso eingebaut, wie Brandmelde-, Alarmierungs- und Sprinkleranlagen.

Erdgeschoss mit Eingangsbereich Über die gesamte Gebäudebreite entsteht eine neue Glasfassade sowie ein Windfang mit Automatiktüren. Die bestehenden Treppen weichen dem Neubau einer in das Gebäude verschobenen rund nach oben verlaufenden Treppenanlage mit Ganzglasgeländer.

Zur Schaffung von Barrierefreiheit über den Haupteingang wird ein Glasaufzug eingebaut. Die abgehängten Decken im Außenbereich und Foyer gehören der Vergangenheit an – Tageslicht fällt von oben und den Seiten in diesen Bereich. Das Bürgerbüro wird neu gestaltet und mit Fenstern versehen, ebenfalls im Erdgeschoss ist künftig im hinteren Bereich das Einwohnermeldeamt angesiedelt.

Erstes Obergeschoss

Das Foyer vor dem Ratssaal wird neu gestaltet, die bisherige Cafeteria weicht einem „Catering-Point“ für den kleinen Hunger zwischendurch. Ein größerer gastronomischer Bereich soll im Seitenflügel Platz finden. Der historische Ratsaal bleibt im wesentlichen erhalten, optisch aber dennoch anders wirken, indem die Seiten „abgerundet“ werden. Natürlich kommt der Ratssaal dann auch in den Genuss moderner Medientechnik.

Drittes Obergeschoss

Das zweite Obergeschoss dient als „reiner Luftraum“, in der dritten Etage befindet sich die Fraktionsebene mit Beratungs- und Büroräumen samt großzügiger Lounge.

Viertes Obergeschoss

Hier wird sich die gesamte Technik befinden, die zum Funktionieren des Gesamtensembles erforderlich ist. Nun hat der Stadtrat abermals das letzte Wort, bevor die Fördermittelanträge eingereicht werden können. Abhängig von den Mühlen der dann folgenden Bürokratie, erfolgt der Baubeginn – frühstens aber im kommenden Jahr. Eine Bauzeit von zwei Jahren zugrunde gelegt, könnte das sanierte Bürgerhaus 2020 übergeben werden – für hoffentlich dann immer noch 9,94 Millionen Euro.

2017-04-26




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