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Plauen: Schulleiterin fristlos entlassen

Die evangelische Montessori-Grundschule Plauen hat ihre Schulleiterin fristlos gekündigt. Am vorletzten Schultag musste sie eilig den Schreibtisch räumen und die Schule verlassen. „Diese Art und Weise ist einer christlichen Schule nicht würdig“, sagt die Anwältin der Schulleiterin.

Wenige Tage zuvor habe der sechsköpfige Vereinsvorstand der Schule einstimmig die Kündigung der Schulleiterin, die zugleich den Montessori-Hort leitete, beschlossen, gibt Vereinsvorsitzender Jan Martin auf Nachfrage Auskunft. „Gegen die Schulleiterin liegen weder strafrechtlich relevante Vorwürfe vor, noch welche, die das Kindswohl hätten gefährden können“, so Martin.

Als Grund gibt der Vereinschef fachliche Unzulänglichkeiten an. Martin: „Aufgaben wurden nicht so erfüllt, wie man das erwarten kann.“ Welcher Art, darüber schweigt sich Martin, mit der Anmerkung, es handele sich um personalinterne Angelegenheiten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt seien, vage aus.

Dass es fachliche Mängel gegeben haben soll, kann sich Dana Kupon-Gerber, Anwältin der Betroffenen, nicht vorstellen. Gerechtfertigt seien außerordentliche Kündigungen nur, liegen Straftaten vor – beispielsweise finanzieller Art beim Veruntreuen von Geldern oder Vergehen an Menschen. Beides sei aber auch nicht der Fall.

Alle anderen Gründe verlangten eine ordentliche Kündigung und/ oder eine vorherige Abmahnung. Es habe aber weder eine Abmahnung noch eine Personalgespräch mit der Schulleiterin gegeben. Jan Martin begründet das Handeln damit, dass fristlose Kündigungen von Personen in Leitungspositionen Gang und Gäbe seien; Abmahnungen müssten arbeitsrechtlich einer fristlosen Kündigung nicht vorausgehen.

Weshalb aber so plötzlich? Der Verein habe gewisse Dinge erst zeitverzögert erfahren. In den Tagen vor der Kündigung seien Dinge in geballter Form zusammengekommen, die den Schritt rechtfertigten. Martin: „Wir wollten den Weg nicht mehr mit der Schulleiterin gehen, weil wir so Gefahr laufen würden, andere Mitarbeiter zu verlieren. Ein Zusammenspiel war nicht mehr möglich.“

Derzeit bereitet Dana Kupon-Gerber für ihre Mandantin eine Kündigungsschutzklage gegen die außerordentliche und ordentliche Kündigung vor. Als ungewöhnlich hart und christlicher Nächstenliebe unwürdig (im Vorstand sitzt auch ein Pfarrer!) bezeichnet die Juristin das Vorgehen des Vorstandes: Die Schulleiterin bekam Hausverbot und Sprechverbot gegenüber Kollegen und Schülern.

Bis 13 Uhr habe die Schulleiterin an jenem Tag die Schlüssel abgeben müssen. Punkt 13 Uhr begann eine Mitarbeiterversammlung – ohne die soeben geschasste Schulleiterin. Auch die Mitarbeiter hat man über die Kündigungsgründe im Dunkeln gelassen.

Die Vorwürfe gegen die Pädagogin kann die Anwältin, die selbst Kinder in dieser Schule hat und für einige Zeit im Vorstand saß, nicht verstehen: „Fachlich war die Schulleiterin korrekt und kompetent. Sie hat sehr viel getan.“ Eingestellt wurde die Sozialpädagogin 2008 erst als Hortleiterin.

Ab 2012, als die damalige Schulleiterin Sabine Kressler überraschend aufhörte, bekam sie das Amt. Seitdem hat die Montessori-Grundschule auch in der Öffentlichkeit punkten können: Als einzige Schule weit und breit mit Öko-Siegel, als Schule, die mehrfach den Titel „Haus der kleinen Forscher“ trägt, mit sportlichen Erfolgen und als diejenigen, deren Theatergruppe jährlich ein großes Musical auf die Bühne bringt.

Gerüchte und Mutmaßungen aus Eltern- und Kollegenkreis ob der Kündigung gibt es viele. Bekannt war die Schulleiterin als eine, die nicht alles hinnahm, einen festen Standpunkt hatte und abseits der Montessori- Pädagogik auch andere pädagogische Konzepte zuließ – und sie ist Atheistin. War die Schulleiterin zu unbequem? Oder zu unchristlich?

Das Amt der Schulleiterin ist wieder ausgeschrieben. Möglich, dass die Stelle erst kommissarisch besetzt werde, so Jan Martin. Hortleiterin ist kommissarisch Nicole Brunisch. Cornelia Henze

2017-07-05




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