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Plauen: Handy-Verbot im Freibad?

Verbot-Handy-Freibad-HinweisschildEs ist ein fast schon leidiges, aber dafür umso polarisierendes Thema für manch einen Chef eines Freibades und dessen Besucher in diesem Sommer: Die deutschlandweit geführte Diskussion über ein mögliches Handy-Verbot – doch wie sieht’s eigentlich hier aus, wie wird’s in Plauen praktiziert?

Von Florian Wißgott

Plauen – Mittlerweile gibt es in vielen Freibädern ein striktes Foto- und Handy-Verbot, der Grund dafür liegt auf der Hand: Mit einem Smartphone lässt sich nahezu unauffällig einfach so ein Bild machen. Gut, noch kein Anlass, um sich Sorgen zu machen, aber was ist, wenn auf der Aufnahme man nicht nur selbst, sondern auch andere Personen ohne deren Einwilligung in Badesachen zu sehen sind, die darauf gar nicht sein wollen?

Schließlich ist ein fast schon normaler Weg eines Schnappschusses in der heutigen Zeit, dass er als ein Post in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wird. Und dann ist es passiert, ohne das man es mitbekommen hat, eine Frau im Bikini oder ein Mann in knappen Badehöschen ist auf einmal im Internet zu begutachten, was so manchen Gast die Stimmung so ordentlich vermiesen würde. Doch was ist mit den Mamas oder Papas, die die ersten Schwimmversuche ihres Nachwuchses für die Ewigkeit festhalten möchten, um sich so ein Andenken schaffen zu wollen?

Um es gleich vorneweg zu nehmen: In den beiden Plauener Freibädern gibt es kein sogenanntes Handy-Verbot und der Grund dafür ist auch ein ganz profaner wie letztendlich logischer Entschluss, denn wie will man bei 1500 Badegästen mit hunderten Smartphones die Einhaltung einer solchen Anordnung gewährleisten? Genau diese Frage stellte sich auch die Geschäftsführung der Freizeitanlagen Plauen, die zu folgender Erkenntnis kam: „In unserer Haus- sowie Badeordnung gibt es einen Hinweis, der besagt, wenn jemand sein Smartphone benutzt und ein Foto macht, auf dem auch andere Personen mit zu sehen sind, er dann um Erlaubnis bitten muss“, erklärt Ronny Adler den in der Praxis nicht immer von allen Gästen ganz so genau genommenen Sachverhalt.

Eigentlich ist es seit je her klar, dass das Persönlichkeitsrecht nicht verletzt werden darf, jedoch ist es grundsätzlich auch nicht verboten, Menschen im öffentlichen Raum zu fotografieren. Erst wenn diese Bilder unerlaubt verbreitet werden, kann es strafbar sein. Natürlich könne man als Betreiber so etwas versuchen zu verhindern, in dem man ein Handy- Verbot ausspreche, das hieße dann aber gleichzeitig, dass so etwas ebenso kontrolliert werden müsse.

Und genau das sei der Punkt, an dem es schwierig werde, so Adler. Wenn an einem Sommertag, dichtes Gedränge auf der grünen Wiese herrscht und im Wasser ausgelassen geplantscht wird, braucht es natürlich auch das Personal, was die Einhaltung dieser Anordnung gewährleistet.

„Deshalb muss man bei so etwas immer die Theorie sowie Praxis sehen und da wir bisher noch keine Vorfälle beziehungsweise Beschwerden hatten, muss man einfach sagen, dass dann diese Änderung keinen Sinn machen würde“, versichert der Geschäftsführer. Außerdem bestehe bereits eine ähnliche Regelung, denn es gibt ja auch Fotoapparate, mit denen sich Bilder machen lassen.

Es habe keine Überlegung, gegeben, ein strenges Smartphone-Verbot einzuführen, denn „als Geschäftsführer liest beziehungsweise hört man selbstverständlich von so etwas, macht sich auch seine Gedanken dazu und spricht mit den Objektleitern darüber. Aber dann trifft man eine vernünftige Entscheidung, die darauf beruht, dass es bereits geregelt ist, was jeder Gast auch weiß. Und da bisher alle Beteiligten damit zufrieden waren, gab es auch keinen Grund daran etwas zu ändern“, sagt Ronny Adler.

So ähnlich sieht es auch die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen: „Zum einen sind die generellen Verbote in einem gut besuchten Freibad vom Badpersonal mit vertretbarem Aufwand nicht vollständig kontrollierbar (Taschenkontrollen, Abkleben der Fotolinsen), zum anderen kann die bloße Ankündigung eines solchen Verbotes zu erheblichen Einbrüchen bei den Besuchszahlen führen“.

Das Personal habe die Möglichkeit, Beschwerden von Badegästen nachzugehen sowie Verstöße gegen diese Regel zu ahnden, was mit Verweisen oder gar Hausverboten durchgesetzt werden könne. Sollte es zu Problemen kommen, dann soll der Badegast das zuständige Aufsichtspersonal informieren, das versuchen werde, die Situation zu klären. Ein Gerät mit einem unberechtigtem Foto könne jedoch erst mit Hilfe der Polizei konfisziert werden.

Im Prinzip ist es nämlich so: „Jeder Gast, der ein Freibad besucht, der kauft ja quasi mit seinem Ticket die Rahmenbedingungen mit und akzeptiert somit die im Eingangsbereich gut sichtbare Haus- und Badeordnung. Somit weiß man, worauf man sich einlässt, wenn man sich auch dafür die Zeit nimmt, dies zu lesen“, stellt der Geschäftsführer klar, der gleich noch einen abschließenden Rat an alle Besucher hat: „Jeder sollte einfach beim Fotografieren aufpassen, natürlich auch auf seine eigenen Gegenstände und auch auf die Bewahrung seiner Persönlichkeitsrechte“.

2017-08-10




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