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Markuskeller im Ortsteil Haselbrunn wieder offen

MarkuskellerNach mehr als zweijähriger Pause ist der Jugendtreff „Markuskeller“ wieder geöffnet. Vorerst an drei Tagen pro Woche sind junge Leute zwischen zehn und 18 Jahren willkommen.

Plauen – Seit den 90er Jahren war der „Markuskeller“ für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil Haselbrunn ein fester Anlaufpunkt. Als vor mehr als zwei Jahren zunächst der Kinder- und Jugendtreff seine Pforten schloss und wenig später auch die Förderung des ebenfalls in den zur Markuskirche gehörigen Räumlichkeiten beheimateten Projektes „Schildkröte“ auslief, entstand im Plauener Norden eine schmerzliche Lücke.

Kinder- und Jugendarbeit beschränkte sich fortan auf die Streetworker der Mobilen Jugendarbeit Plauen und auf einige punktuelle Angebote des Vereins Kinderland Plauen. Es bedurfte mehrerer Anläufe, um wieder Leben in die verwaisten Räume am Markuskirchplatz einziehen zu lassen. Dabei waren die Mittel für den jeweils hälftig vom Vogtlandkreis und von der Stadt Plauen finanzierten „Markuskeller“ nie offiziell aus den beiden Haushalten gestrichen worden.

Anfang März erfolgte nun durch den Jugendhilfeausschuss des Kreises der Zuschlag zur Betreibung des Jugendtreffs an den Verein Mobile Jugendarbeit Plauen (MJA). Ab sofort ist Tino Müller als „neues Gesicht des Markuskellers“ jeweils dienstags, donnerstags und freitags von 15 bis 20 Uhr für junge Leute im Alter von zehn bis 18 Jahren vor Ort.

Im Mai sollen die Öffnungszeiten dann noch erweitert werden. Der 35-jährige Plauener absolviert seit 2014 an der Berufsakademie Breitenbrunn ein duales Studium „Soziale Arbeit“ mit der Spezialisierung Jugendarbeit/ Jugendsozialarbeit. Sein Praxispartner ist von Anfang an die MJA Plauen.

Derzeit arbeitet er noch an der Endfassung seiner Bachelor-Arbeit. Franziska Klinner, Stadtteilverantwortliche für Haselbrunn bei der MJA, freut sich, dass es nach zweijähriger Vakanz jetzt wieder ein fest verortetes Angebot für die jungen Haselbrunner gibt:

„Wir fangen nicht bei null an. Durch die Mobile Jugendarbeit hier im Stadtteil und durch unsere Schulhof-Streetwork sind wir in Haselbrunn bereist gut bekannt.“ Die Angebotspalette im Jugendtreff wird sich natürlich vor allem an den Wünschen und Erwartungen der Jugendlichen orientieren, betont Tino Müller, der sich auf viele neugierige neue Besucher ebenso wie auf „Rückkehrer“ freut, für die der „Markuskeller“ schon in der Vergangenheit ein beliebter Treffpunkt gewesen ist.

Neues soll aufgebaut und Vertrautes wiederbelebt werden. So wird es beispielsweise einen gemeinsamen Aktionstag mit dem Spielmobil des Kinderland- Vereins im Mai und das traditionelle Haselbrunner Herbstfest Ende September wieder geben. sg

2017-04-21




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