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Depression kann jeden treffen

Eine seelische Erkrankung kann jeden treffen – das sollte „Tempo der Seele“ des Bündnisses gegen Depression deutlich machen.

Von Ingo Eckardt

Plauen – Die Plätze auf der Kleinen Bühne des Vogtlandtheaters reichten letztlich nicht aus, um alle Interessenten unterzubringen. Unter den Besuchern fanden sich viele Profis, die sich mit dem Thema seelischer Erkrankungen auseinandersetzen, aber auch Betroffene und deren Angehörige. Der Leiter der Klinik für Psychiatrie am Helios Vogtland-Klinikum, Dr. Francisco Pedrosa Gil, begrüßte die Gäste und leitete schnell zu einem kulturellen Teil über, den der Theater-Geiger Adrian Lucaciu gestaltete.

Als Impulsgeber des Abends trat Prof. Dr. Ralf Erkwoh ans Mikrofon, der einen überaus philosophischen Beitrag zum Thema „Raum-Zeit-Erleben“ hielt. Die philosophischen Begriffe Raum und Räumlichkeit, Körper und Bewusstsein, Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung führten die Besucher zum Thema Angst. Diese gelte es in seelischen Erkrankungen zu imprägnieren und auszulagern.

Psychotherapie sei so eine Art „Grünflächenamt der Seele“. Erkwoh erinnerte daran, dass auch bei Schmerz das Gehirn zentraler Ort des Geschehens ist – genauso wie bei seelischen Erkrankungen. Über Raumrelationen führte Erkwoh die Besucher zum Thema Zeit. „Kann man einen Punkt in der Zeit machen“, fragte er in den Raum, um danach darüber intensive philosophische Überlegungen anzuregen. Er sprach von Vergangenheit und Gegenwart, von Perspektive und Distanz.

Zentrale Aussage: „Gegenwart erleben, kann nicht falsch sein. Vergangenheit aber sehr wohl falsch dargestellt sein.“ Intensiv widmete er sich dem Thema Zeit, die immer eine Wahrnehmung aus einer bestimmten Perspektive sei. Deshalb habe man ein Zeitgefühl, das manchmal völlig irrational ist. „Wenn man immer neue Eindrücke gewinnt, erscheint die Zeit ein wenig zu schleichen.

Wenn man stets nur Bekanntes sieht, kommt Langeweile auf“, unterlegte Erkwoh seine These mit einem allen bekannten Beispiel. Und er hatte einen guten Rat parat: „Neugier hilft gegen das Verrinnen der Zeit. Neue Erlebnismarken halten die Zeit fest, sie sind quasi die Belohnung für Aktivität“, betonte der Philosoph. Das Thema Zeit stand dann auch im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, in der neben den beiden erwähnten Vortragenden auch der einstige Markus-Kirchen- und heutige Psychiatrie- Krankenhaus-Pfarrer Helmut Henke und Jobst R. Hagedorn von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft, einem weiteren Partner des Depressions-Bündnisses, ihre Sicht auf das Kernthema abgaben.

Henke vertrat eine eher praktische und nicht ganz so theoretisierende Sicht der Dinge, ebenso Hagedorn, der ganz frontal von Dr. Pedrosa Gil gefragt wurde, ob es denn nicht gerade die Wirtschaft sei, die durch Konsuminteressen den Menschen bewusst Zeit raube. „Man kann auch mal das Handy ausmachen und eine Stunde lang der Farbe beim Trocknen an der Wand zuschauen“, sagte Hagedorn. Auch Prof. Erkwoh bezeichnete die Technisierung und die damit einher gehenden „Zeitdiebstähle“ kritisch.

Hagedorn wählte dann noch eine ketzerische Frage, um zum Kernthema Depression zurückzukehren: „Wieviel wiegt die Seele eigentlich? Irgendwann hat man sich mal auf 21 Gramm festgelegt. Auch eine 21 Gramm schwere Seele kann bei zu großer Beschleunigung in einer abrupten Kurve aus der Bahn fliegen – und zwar bei jedem. Eine Depression kann jeden erwischen.“

2017-01-24




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