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Plauener CDU-Stadtrat als unfreiwilliger Ideengeber

Plauen ist Schauplatz eines Fantasyromans über schwule Vampire. Auf die Idee kam Autor Hagen Ulrich nach den homophoben Äußerungen des CDU-Stadtrates Dieter Blechschmidt im vergangenen Jahr.

Von Mario Wild

Plauen - "Es geht mir nicht um die Person Dieter Blechschmidt, sondern um dessen engstirnige, bigotten Aussagen", sagt Hagen Ulrich - und die "halbherzigen, heuchlerischen Entschuldigungen der (Vogtland-) CDU". Zur Erinnerung: Der Plauener CDU-Stadtrat erlangte im Frühjahr 2012 bundesweit unrühmlichen Bekanntheitsgrad nach seinen Äußerungen, dass Homosexualität eine Krankheit und heilbar sei.

Das hat den Bonner Hagen Ulrich auf die Idee gebracht, die Handlung seines zweiten Buches "Böses Blut der Vampire" nach Plauen zu verlegen. Es geht um zwei Vampire, - einer davon ist schwul - die im Gewebegebiet Oberlosa investieren wollen; es geht um den konservativen, erzkatholischen Plauener Stadtrat Peter Harrach und dessen Sohn Sebastian, für den die Frömmelei seiner Familie der pure Horror ist. Zusammen mit seinem Freund Malte will er so schnell wie möglich der "spießigen Kleinstadt Plauen, der Hölle des sächsischen Vogtlandes", lieber heute als morgen entfliehen - so steht es auf der Rückseite des Buches. Was sonst noch so alles passiert, bleibt an dieser Stelle geheim. Bei den Kundenbewertungen auf amazon. de wird "Böses Blut der Vampire" jedenfalls in höchsten Tönen gelobt. Tenor: Man will das Werk gar nicht aus der Hand legen.

Im vergangenen Jahr legte der Bonner Hagen Ulrich sein Erstlingswerk vor. In "Die Hochzeit der Vampire" geht es um einen 22-jährigen schwulen marokkanischen Vampir, der sich während seines Studiums - natürlich in Bonn - in den blonden Jan verliebt. Die Thematik ist alles andere als Zufall, schließlich hat Hagen Ulrich Orientalistik studiert und fühlt sich der arabischen Kultur hingezogen. Hauptberuflich ist der gebürtige Niedersachse als Bioland-Berufsimker tätig. Im Stadtgebiet Bonn besitzt er 180 Bienenvölker - verteilt auf verschiedene Standorte der Stadt - unter anderem auf dem Dach der Bundeskunsthalle.

Deren Restaurant ist für Ulrich ein bevorzugter Ort zum Schreiben- vor allem sonntags. "Ansonsten geschieht das meistens zwischen "heute-nachrichten" und "heute-journal" auf dem heimischen Sofa", so Ulrich. Immer dabei hat er einen Notizblock. Sogar auf dem Nachttisch. Man wisse schließlich nicht, wann eine gute Idee kommt - oder ein Traum, der am nächsten Morgen schon wieder vergessen ist. Warum eigentlich Vampire ? Die Idee kam bei einem Kino-Besuch der Twilight-Saga. Im Kino war der weibliche Robert Pattinson-Fanclub, der jedes Mal gekreischt hätte, als ihr Idol auf der Leinwand zu sehen war. Gesagt, getan. Das Manuskript wurde an Verlage gesandt - der Himmelstürmer Verlag in Hamburg zeigte Interesse und hat es wohl nicht bereut. Das Erstlingswerk wurde so gut verkauft, dass es jetzt eine zweite Auflage gibt.

Zudem wurde und wird das Buch ins Englische und Arabische übersetzt. Vom "Bösen Blut der Vampire" entsteht gerade ein Hörbuch. Eine 90-minütige Hörprobe ist auf der Homepage www. böses-blut-der-vampire.de zu finden. Spannend, unterhaltsam, humorvoll und bei aller Fantasie immer dran an der Gesellschaft - das sei das Motto von Ulrichs Romanen. "Schreiben macht Spaß, da kann man hervorragend rumspinnen, was man als Erwachsener oftmals verlernt hat", sagt Ulrich. Beispiel gefällig: Was würde die FDP zum Thema Vampir sagen ? "Wenn wir genug spenden, würden sie sofort die Mehrwertsteuer auf Blutkonserven senken", so ist es nachzulesen. Ulrich hat sich mit über 50 Fantasy-Autoren zusammengeschlossen und das Bundesamt für magische Welten gegründet. Dort werden die neuesten Forschungsergebnisse - sprich Veröffentlichungen - präsentiert.

Dass die katholische Kirche einen Hagen Ulrich-Fanclub gründen wird, sei eher zweifelhaft. Aber wer hätte das gedacht ? Auch ein Anhänger der erzkonservativen Pius-Bruderschaft erwies sich als Leser von Ulrichs Buch und gab sogar Tipps beim Recherchieren in puncto altkirchlichen Angelegenheiten. Denn eines sollen die Bücher Ulrichs nicht sein: "oberflächlich". Hagen Ulrich lebt seit 15 Jahren mit seinem Partner in Bonn zusammen. Probleme wegen seiner Homosexualität habe er nie bekommen - nicht mit dem Nachbarn und nicht mit den Eltern, als er im Alter von 16 Jahren sein "Coming-out" hatte.

"Ich habe kein Problem damit, wenn einer mit Schwulen und Lesben nicht klar kommt. Schlimm wird es aber dann, wenn jemand moralisierend daherkommt - oder Homosexualität als Krankheit bezeichnt, die es zu heilen gelte" - so wie Dieter Blechschmidt dies getan habe. "Homosexualität ist keine Krankheit, sondern eine angeborene sexuelle Veranlagung. Religiöser Wahn und Homophobie hingegen sollten therapiert werden", macht Ulrich klar.

Übrigens ist im Frühjahr eine Fortsetzung vom "Böses Blut der Vampire" geplant - dort wird der Plauener Kommunalpolitiker Peter Harrach trotz (oder eher aufgrund) seiner dubiosen Methoden als CDU-Spitzenkandidat in den Bundestag gewählt, wo er sich dafür einsetzt, dass "die Jungfräulichkeit Marias ins Grundgesetz festgeschrieben wird". Aber eines kann man jetzt schon verraten. Nach seinem schnellen Aufstieg kommt der noch rasantere Absturz.

Service

Das Buch "Böses Blut der Vampire" (460 Seiten) von Hagen Ulrich kostet 17,90 Euro und ist in jedem Buchhandel erhältlich

ISBN-Nr: 3-86361-322-8

Mehr Infos unter:

www.boeses-blut-der-vampire.de

2013-12-18




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