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Levente Sárközy neuer Plauener Baubürgermeister

120613 PL_SarközyAm 1. September tritt er offiziell die Nachfolge von Baubürgermeister Manfred Eberwein an, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Am Dienstag wählten die Stadträte Levente Sárközy für sieben Jahre in dieses Amt.

Von Torsten Piontkowski

Plauen - Es bedurfte einer Stichwahl zwischen Levente Sárközy und Stadtrat Thomas Fiedler (SPD), nachdem die beiden anderen Bewerber im ersten Wahlgang ausgeschieden waren. Auf den Plauener Architekt Silvio Lux entfielen sechs Stimmen, der gebürtige Rodewischer und derzeit in Bayern arbeitende Thomas Pfeifer konnte überhaupt keinen Stadtrat für sich gewinnen.

Da weder Fiedler mit 14 noch Sárközy mit 20 Stimmen die absolute Mehrheit auf sich vereinigen konnten, war eine Stichwahl zwischen beiden erforderlich, die der gebürtige Ungar mit 24 Stimmen (Fiedler 16) für sich entscheiden konnte. Da 40 Stadträte einschließlich des Oberbürgermeisters stimmberechtigt waren, wäre theoretisch auch eine Patt-Situation denkbar gewesen, nach der der Sächsischen Gemeindeordnung zufolge das Los entschieden hätte.

Nun also wird der Diplom-Bauingenieur und Diplom-Wirtschaftsinformatiker, der seit 2010 bei der Stadtverwaltung Jena arbeitet, ab 1. September den so genannten Geschäftsbereich II, das bisherige Metier von Manfred Eberwein leiten. Er habe sehr auf einen zweiten Wahlgang gehofft, gibt der Mann, dessen Wiege nicht an der Elster in Plauen, sondern der Donau in Budapest stand, wenige Minuten nach seiner Wahl freimütig zu. Und als ganz fairer Gewinner fügt er an, es habe mehrere geeignete Kandidaten gegeben.

Eine Weile, sagt er, werde er noch zwischen Jena und Plauen pendeln, bis seine Frau eine Arbeit in Plauen gefunden, die 13-jährige Tochter und der elfjährige Sohn den Schulwechsel absolviert haben. Ganz fremd ist ihm sein neuer Arbeitsort nicht - um die Jahrtausendwende habe er bereits fünf Jahre hier gewohnt. Dass man im neuen Job schnell in Fettnäppchen treten kann, ist ihm wohl bewusst. "Man kann nicht allen recht tun", sagt er. Mit ständigem Kommunizieren - sowohl innerhalb der Verwaltung, als auch mit den Stadträten und vor allem den Bürgern - will er gegensteuern. Sein erstes Betätigungsfeld? Wichtig sei ihm die Umgestaltung der Bahnhofstraße, das müsse man konzeptionell angehen, sonst ziehe sich der Einzelhandel vollends zurück, sagt der Mann mit dem markanten "R" im Tonfall.

Der scheidende Baubürgermeister wünscht ihm "eine gute Hand". Sárközy sei bei seiner Vorstellung sehr überzeugend rübergekommen und habe keine Luftschlösser gebaut, fügt er an. Zu Beginn der Stadtratssitzung am Dienstag hatten alle vier Kandidaten nochmals Gelegenheit, für sich und ihre Ideen zu werben. Danach wiederum hatten die Stadträte die Möglichkeit, nachzuhaken. Stadtrat Thomas Fiedler, dem im Vorfeld nur wenige außerhalb seiner Partei ein so gutes Abschneiden zugetraut hatten, gliederte seinen Vortrag in Stichworte: Vergabepraktiken, Elsteraue, Innenstadtring, Bürokratieabbau, Personalführung. An der Um- und Neugestaltung der Bahnhofstraße kam übrigens keiner der Bewerber vorbei. Fiedler plädierte vor allem für Generationen übergreifendes Wohnen.

Architekt Silvio Lux, der vielen Plauenern in letzter Zeit als Mitgestalter und Vorbereiter des Wettbewerbes um die Gestaltung der Rathausfassade ins Bewusstsein rückte, versuchte es auf unkonventionelle Art. Er verpackte seine Ideen und Visionen in eine Geschichte, eine Art amerikanischen Traum, auf Plauen zugeschnitten. Er sprach von bewohnten Gründerzeithäusern, umsäumt von grünen Alleen, von Aufbruchstimmung im Rathaus, von Plauen als einer Stadt, in der sich städtebaulich Lernwillige die Klinke in die Hand geben. Eine schöne, eine vielleicht zu idyllische Geschichte, eher geeignet für laue Sommernächte bei einem Glas Rotwein. Die Stadträte wollten ihm offenbar nicht so recht folgen.

Thomas Pfeifer traf es noch ärger. Der Dipom-Ingenieur, derzeit im bayerischen Innenministerium tätig und mit den besten beruflichen Referenzen ausgestattet, ein Macher im und außerhalb des Behördendschungels, konnte sich nicht "verkaufen". In seinen "letzten Worten" an die Stadträte überwog sein beruflicher Werdegang, die dabei erreichten Erfolge. Null Stimmen waren die Quittung, kaum auf die Verhältnisse in Plauen eingegangen zu sein.

Sárközy bediente sich der Schlagzeilen der Presse, um ein aktuelles Bild der Stadt und der damit notwendigen Veränderungen zu zeichnen. Die Stadt besitze zwei Gesichter - eines mit Ausstrahlung und ein verfallenes. Er erging sich nicht in Klein-Klein sondern benannte Schlüsselkriterien: Die aus der Randlage der Stadt erwachsenden Nachteile müssten durch Integration mit anderen Gebieten kompensiert werden. Für die Bahnhofstraße brauche es eine Analyse und ein Konzept. "Blumenbeete allein reichen nicht", formulierte Sárközy, damit andeutend, dass er sich in Plauen wohl doch gar nicht so schlecht auskennt.

2013-06-12




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