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Eklat im Plauener Rathaus: Stadtrat Jahn muss Sitzung verlassen

090512 DarbyZwar beanspruchte die Diskussion über die Gestaltung der Rathausfassade die meiste Zeit der Stadtratssitzung, doch auch das gewollt provokante Outfit von SPD-Stadtrat Sven Jahn sorgte für Gesprächsstoff.

Von Torsten Piontkowski und Martin Reißmann

Plauen - Der Plauener SPD-Stadtrat Sven Jahn (Andy Darby) ist Dienstagnachmittag aus der Stadtratssitzung geflogen. Er trug ein T-Shirt mit den Aufschriften "Aufhängen oder Therapie?" und auf der Rückseite "Herr schick Hirn!". Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) wies kurz vor Beginn der Sitzung Darby über Mikrofon darauf hin, sich entsprechend der Kleiderordnung des Rathauses anzuziehen. Dieser erwiderte und blieb sitzen. Nach nochmaliger Aufforderung machte Oberdorfer von seinem Hausrecht Gebrauch und verwies Sven Jahn nach draußen.

Der SPD-Stadtrat kam nicht noch einmal wieder. "Es gibt keine Kleiderordnung", sagte Jahn nach der Aktion auf Anfrage. Der Ausschluss aus der Sitzung sei nicht gerechtfertigt. "Ich habe in keinem Punkt gegen die Geschäftsordnung verstoßen." Oberdorfer habe aus Panik und persönlichen Beweggründen voreilig gehandelt, findet der Stadtrat. Der Stadtchef solle sich bei ihm entschuldigen und wenn nicht, erklären, aus welchen Beweggründen er dies gemacht habe.

"Das ist ein ziemliches undemokratisches Handeln." Jahn wollte mit dem Auftritt nicht nur auf die Debatte rund um die Äußerungen von CDU-Stadtrat Dieter Blechschmidt zur Homosexualität anspielen und provozieren. Aufmerksam wollte er auch auf christlichen Fundamentalismus machen. "Das Anliegen ist so schwerwiegend, dass darüber öffentlich gesprochen werden muss."

Doch damit war das Thema nicht vom Tisch. Auch in der für die Stadtratssitzung anberaumten Einwohnerfragestunde setzte sich Daniel Bache mit dem Rauswurf Jahns und den Äußerungen Blechschmidts auseinander. "Glauben Sie nicht, dass die menschenfeindlichen Äußerungen eines gewählten Stadtrates der Würde des Hauses mehr schaden, als das Verhalten jenes Stadtrates, der auf ungewöhnliche Art Zivilcourage zeigte?", wandte er sich direkt an Oberdorfer.

Der OB verwies daraufhin auf seine Pflicht, für einen ordnungsgemäßen Sitzungsverlauf zu sorgen. Bilder von gehenkten Jugendlichen im Iran seien nicht die Antwort auf das, "was uns bewegt". Stadtrat Blechschmidt müsse es gestattet sein, sich zu erklären.

"Wie er das tut, muss ihm überlassen sein, das kann ich nicht klären", so Oberdorfer wörtlich, damit auch auf den Zorn des jungen Fragestellers reagierend, der es als Frechheit bezeichnet hatte, dass sich Blechschmidt noch im Stadtrat zeige. Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes hatte Linken-Stadtrat Klaus Jäger darum gebeten, den Saal-Verweis Jahns auch im nicht öffentlichen Teil zu thematisieren.

Jugendliche zum Tode verurteilt

Das Motiv auf Darbys T-Shirt zeigt eine Szene aus dem Iran. Hier sind 2005 die zwei Jugendlichen Mahmoud Asgari (16) und Ayaz Marhoni (18) von einem islamischen Gericht wegen ihrer Homosexualität zum Tode verurteilt worden. Am 19. Juli 2005 wurden beide öffentlich an einem Baukran in der Innenstadt von Mashad gehängt - zuvor saßen sie im Gefängnis und wurden mit je 228 Peitschenhieben öffentlich gefoltert.

2012-05-09




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