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Schloss-Museen auf Suche

SchlossDie Orientbegeisterung führte Oelsnitzer wie den gelehrten Konsul Wetzstein oder den Industriellen Carl Wilhelm Koch im 19. Jahrhundert zu Studienreisen in den Nahen Osten. Eine neue Ausstellung auf Schloss Voigtsberg nimmt Stellung gegen die Islam-Phobie. Weitere Projekte sind in Planung.

Von Renate Wöllner

Oelsnitz – Im Teppichmuseum auf Schloss Voigtsberg werden Umzugskartons gepackt. Die kostbaren Gobelins im Erdgeschoss gehen zurück an ihre Leihgeber. Die neue Ausstellung, welche Museumsleiterin Manuela Tiersch vorbereitet, begibt sich auf die Spuren von Koch, dessen Vornamen meist mit C.W. abgekürzt werden. Der Gründervater der Halbmond- Teppichwerke reiste 1894 nach Konstantinopel. In der Metropole, die heute Istanbul heißt, erstand der Fabrikant 64 handgeknüpfte Teppiche als Vorlagen für das heimische Atelier.

„Da hat ein Motiv- und Kulturtransfer stattgefunden, was heute viele nicht mehr wahrhaben wollen“, sagt Tiersch. Die Dokumentation im Teppichmuseum soll neue Aspekte aus der Sicht Kochs vermitteln und „den Geist öffnen gegen die Islam-Phobie“. Mit dem Orientalisten Johann Gottfried Wetzstein (1815 bis 1905), der in Oelsnitz geboren wurde und von 1849 bis 1861 in Damaskus wirkte sowie dem Bibel-Forscher Constantin von Tischendorf suchten weitere Vogtländer schon vor der Reise des Fabrikanten den Austausch der Kulturen.

In Dr. Martin Posth aus Berlin habe man einen leidenschaftlichen Sammler von Teppichen als Leihgeber gefunden, „ein großes Glück“, freut sich die Museumsleiterin. Posth verfüge über einen reichen Fundus von Teppichen und Kelims des 18. und 19. Jahrhunderts, die er international vor Ort gesammelt habe. Zur Vernissage hofft Frau Tiersch, den Sammler auf Schloss Voigtsberg begrüßen zu können. Geplant ist die Eröffnung für das erste April-Wochenende. Flair erhält die neue Ausstellung auch durch Objekte der Bumiller- Collection an der Universität Bamberg wie türkischen Fliesen und Schmuck.

Weitere Ausstellungsprojekte reifen auf Schloss Voigtsberg. So wollen die Museen der Gründung des Oelsnitzer Heimatmuseums vor 80 Jahren am 13. Juni 1937 gedenken und im Fürstensaal ab dem 23. August den Komponisten Johann Rosenmüller zu seinem 400. Geburtstag würdigen. Zum Internationalen Tag der Museen am 20./21. Mai geht die „Spurensuche“ in die Baugeschichte von Schloss Voigtsberg und zu „vergrabenen und verborgenen Teilen der Burganlage“. Das Jahresende stellt die Kultur Gmbh in familienfreundlicher Tradition unter das Motto „Eine kleine Kulturgeschichte des Schnees“. Klein und Groß erwartet „das Reich von Väterchen Frost und der Schneekönigin“.

Museumsmitarbeiterin Dagmar Zimmermann bereitet die nächste Kunstausstellung vor, die am 26. März eröffnet wird. Die Schau widmet sich den Werken des phantastischen Realisten und Dichters Heinz Zander (geboren 1939), welcher der zweiten Generation der Leipziger Schule zugerechnet wird.

2017-02-08




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