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Hammerbrücker kämpft gegen Plauener Finanzamt

Hammerbrücke - „Dieses Bistro wird vom Finanzamt Plauen vernichtet“ – ein Plakat mit dieser Aufschrift hängt seit einigen Tagen im Schaufenster der „Futterstube & Schnitzelstube“ Hammerbrücke.

 

Gerhard Kaltscheuer ist sauer auf das Finanzamt Plauen. 38 000 Euro Steuern sollen er und seine Lebensgefährtin – die Inhaberin der „Futterstube & Schnitzelstube“ in Hammerbrücke – nachzahlen. Das hat eine Steuerprüfung Ende Juni ergeben.


Steuerprüfer D. wirft den Bistro-Besitzern vor, mehr Portionen verkauft zu haben als angegeben – und mit den Gewichtsangaben vor dem Finanzamt getrickst zu haben. „In seiner willkürlichen Kalkulation hat der Prüfer alle Speisen halbiert bis gedrittelt, um uns eine Steuerhinterziehung anzuhängen“, sagt Kaltscheuer. Beispiel gefällig ? Laut Prüfer wiegt ein Beefsteak im Rohzustand 100 Gramm – das ist aber nur die Hälfte vom wirklichen Wert, so Kaltscheuer. Würde er die Kalkulation von Steuerprüfer D. anwenden, wären seiner Meinung nach die Gäste wütend und hungrig – davon würde nämlich niemand satt werden, betont Kaltscheuer, der sich gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung wehrt.


Unterstützung erhält Gerhard Kaltscheuer von Buchhalter Henning Schröder aus Schönheide. Ihm liegt der Prüfbericht des Finanzamtes mittlerweile vor – und auch er zweifelt schon „rein aus betriebswirtschaftlicher Sicht“ an der Kalkulation des Steuerprüfers. „In den vergangenen drei Jahren hätten demnach pro Tag 20 Portionen – und zwar komplette, kein Imbiss – mehr verkauft werden müssen, um auf die geforderte Nachzahlungssumme zu kommen.“ Dies ist in dieser strukturschwachen Region nicht wahrscheinlich, meint Schröder, zumal im Hammerbrücker Bistro lediglich Mittag- und kein Abendessen im Angebot ist. „Außerdem wäre unsere Küche für eine solche Mengen an Portionen gar nicht groß genug“, so Gerhard Kaltscheuer.


Buchhalter Henning Schröder kritisiert zugleich die „pseudo-wissenschaftlichen Nachrechnungen der Steuerprüfer. Niemand darf in Deutschland unter den Durchschnitt fallen“. Man könne aber nicht halb-wissenschaftlich herangehen, wenn es um die Existenz der Leute geht, so Schröder, der zugleich leichter nachprüfbarere Steuergesetze fordert. Vereinfachte Regelungen würden den Steuerprüfern weniger Ermessensspielraum lassen.


Doch nicht nur der Prüfbericht macht Gerhard Kaltscheuer wütend – auch mit dem aggressiven Auftreten und den „flotten Sprüchen“ von Steuerprüfer D. ist er nicht einverstanden. Ein ums andere Mal habe dieser sich im Ton vergriffen. Von einen „Gehen sie davon aus, dass ich sie vernichten kann, ich habe schon mehrere Gaststätten im Vogtland vernichtet“, berichtet Kaltscheuer Einwände gegen das Prüfungsergebnis habe Prüfer D. mit den Worten „das interessiert mich nicht“ abgetan. Vor einem möglichen Einspruch habe er sogar gewarnt. Für Kaltscheuer ein Fall von Rechtsbeugung. Versuche, mit der Behörde vernünftig zu sprechen, seien gescheitert – man sei ganz „schnell abgekanzelt“ worden.


Gäste des Bistros – darunter auch Polizeibeamte – haben mittlerweile laut Kaltscheuer die Richtigkeit der Speisekarte der „Futterstube“ mit ihrer Unterschrift bestätigt. Das machte bei Prüfer D. allerdings keinen Eindruck. „Polizisten lügen“ sei seine Reaktion darauf gewesen, sagt Gerhard Kaltscheuer.


Was sagt das Finanzamt Plauen zu den Vorwürfen ? „Zu einzelnen Steuerfällen können wir generell keine Auskunft erteilen. Das verbietet das Steuer- und Dienstgeheimnis“, so Amtsvorsteher Werner Goller auf Anfrage. „Jeder Betroffene kann Einspruch einheben, wenn er mit dem Ergebnis der Steuerprüfung nicht einverstanden ist“, fügt Goller hinzu. Auch wenn das Auftreten des Prüfers möglicherweise nicht korrekt gewesen sei, ändere das nichts am Ergebnis der Prüfung. Gerhard Kaltscheuer will weiter kämpfen, hat einen Brief an Finanzminister Umland geschrieben, möchte eine Demonstration organisieren – so schnell wie möglich vor dem Plauener Finanzamt. Mit rund 200 Teilnehmern rechnet Kaltscheuer. Gestern hat er bei den entsprechenden Stellen angefragt. va

 

Mehr dazu in unserer Wochenendausgabe!

 

2010-09-03




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