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Ideen für Adorfer Jahrhundertfest gesucht

Wie feiert man den Tag der Vogtländer und den 725. Geburtstag der eigenen Stadt? Adorf geht auf Ideensuche.

Von Katrin Mädler

Adorf – 2018 ist es soweit: Am Wochenende vom 8./9. September steht Adorf ein Großereignis ins Haus – mit dem Stadtfest sollen sich die 725-Jahrfeier und der Tag der Vogtländer verbinden. „Wir brauchen die guten Ideen unserer Bürger und Vereine, wenn die Tage ein Erfolg werden sollen“, stellte Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) bei einer ersten Infoveranstaltung am Montag klar.

Nach jetzigem Plan soll bereits ab dem Freitag gefeiert werden: „Die Festzelte stehen dann schon, an dem Tag könnte sich die Jugend einbringen, vielleicht unsere Musikbands spielen“, meinte Schmidt. Am Samstag würde der Tag der Vogtländer mit dem großen Festumzug folgen, und am Sonntag die 725-Jahrfeier der Stadt im Vordergrund stehen. Steffen Dietz, Leiter vom Adorfer Perlmutter- und Heimatmuseum, stellte erste Ideen für den großen Umzug vor, bei dem die Stadt ihre 725-jährige Geschichte beleuchten will.

Dietz hatte einen ähnlichen vor 25 Jahren schon einmal mitorganisiert: Das bekannte Freiberger Tor, der frühere Orgelbau, der barocke Organist Johann Caspar von Kerll, die Perlmutterwaren-Herstellung, die Teppichproduktion, und frühere Gewerbe wie Gerberei und Fuhrwesen könnten eine Rolle spielen. Dietz: „Die Stadträte könnten sich als Ratsherren aus der Gründungszeit der Stadt verkleiden.“ Auch die DDR-Zeit und der Wendezeit schlug er als Themen vor. „Nicht vergessen, dass Erich Ohser aus unserem Ortsteil Gettengrün stammte“, kam ein Einwurf aus dem Publikum.

Eine weitere Idee wäre die Darstellung der Adorfer Figur des „Lobel“, an die sonst meist nur in der Faschingszeit mit dem Ausruf „Lobels helau“ gedacht wird. Laut Schmidt gibt es noch keine konkreten Pläne, die Stadt und vor allem die Kulturverantwortliche Beate Geipel sammeln nun Vorschläge, jeder solle sich Gedanken machen.

„Die Bürger könnten auch einen Zettel mit einer guten Idee in den Rathausbriefkasten werfen oder eine E-Mail schreiben“, schlug CDU-Stadtrat Ernst Süßdorf vor. Am 24. Oktober (18.30 Uhr) soll es dann im Ratssaal der Stadt konkreter werden, erklärte Schmidt: „Dann wollen wir festlegen, wer auf dem Umzug mitläuft.

Alle sollen genügend Zeit haben, die Wagen mit einem Thema und die Schaubilder zu gestalten. Außerdem wollen wir bestimmen, wer einen Stand betreut und wie viele Festzelte es geben wird.“ Länger als 300 Meter soll der Auftritt der Adorfer bei dem Festumzug zum Tag der Vogtländer nicht werden. „Der ist ohnehin schon sehr umfangreich, alles andere sprengt den Rahmen.“ Auch die Kosten stehen noch nicht fest.

2016-08-10




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