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Bürgermeisterwahl in Muldenhammer

300117 OVL_BürgermeisterMuldenhammer wählt einen neuen Bürgermeister – am Sonntag. Bei einigen Themen scheint der Diskussionsbedarf hoch.

Von Katrin Mädler

Muldenhammer – Wer entscheidet das Bürgermeister-Rennen in der Gemeinde Muldenhammer für sich? Am Sonntag muss sich Amtsinhaber Jürgen Mann (Freie Wähler) zwei Herausforderern stellen: René Standtke (AfD) und Einzelkandidat Wolfgang Schädlich.

Ein Bürgerforum, organisiert von der Freien Presse, bildete ein erstes Stimmungsbild in der Kommune mit über 3000 Einwohnern ab: Alle drei Kandidaten beantworteten am Freitag Fragen der Bürger, des Moderators Jan Meinel und des Redakteurs Thorald Meisel. Wer zu spät kam, hatte Probleme, überhaupt noch in den Wirtshaussaal im Ortsteil Morgenröthe- Rautenkranz zu kommen, derart voll war er.

Die Bürger haben die Wahl zwischen Kontinuität und frischem Wind – auf diese zwei Tendenzen könnte das Forum reduziert werden. Jürgen Mann vertrat von Anfang an die Beständigkeit und die Meinung, dass in den letzten sieben Jahren seiner Amtszeit getan wurde, was möglich war. „Wer mit offenen Augen durch unsere Gemeinde geht, merkt, dass der Tourismus längst eine Schlüsselposition einnimmt“, äußerte sich der 63-jährige Mann zum ersten Thema. Die Deutsche Raumfahrtausstellung und das Besucherbergwerk im Ortsteil Schneckenstein sind die touristischen Höhepunkte in der Kommune.

René Standke und Wolfgang Schädlich, beide 48 Jahre, waren anderer Meinung. „Nach Gesprächen mit Einwohnern habe ich die Schlussfolgerung gezogen, dass hier nachgebessert werden muss“, meinte Schädlich, der als Parteiloser ins Rennen geht.

„Auch von Beschäftigten im Tourismusbereich kamen diese Hinweise, das Besucherbergwerk beispielsweise hat die Grenzen seiner Belastbarkeit erreicht“, ergänzte Standke, der für die AfD antritt. Mann entgegnete: Mit einer Tourismusbeauftragten, die 20 Stunden in der Woche beschäftigt wird, leistet sich Muldenhammer eine Seltenheit in der Region. Mehr Unterstützung würde sich Mann oftmals von den Bürgern wünschen:

„Leider diskutieren viele lieber am Stammtisch oder am Gartenzaun, als da hinzugehen, wo wirklich etwas bewirkt werden kann. Es gibt Bürgerfragestunden und ich bin im Rathaus anzutreffen“, meinte der bisherige Bürgermeister, der die ersten Jahre nach der Fusion von Morgenröthe-Rautenkranz, Tannenbergsthal und Hammerbrücke prägte.

René Standke wiederum fand: „Einigen fällt es schwer, vor dem gesamten Gemeinderat ihre Sorgen auszudrücken.“ Er will nach eigenem Bekunden ein Bürgermeister „zum Anfassen“ werden. Der gebürtige Zwickauer lebt erst seit einigen Jahren in Muldenhammer.

Ob er denn überhaupt einen Bezug zur Gemeinde habe, fragte ein Zuhörer. „Ich wohne hier mit meiner Familie, natürlich“, antwortete er, der wie Schädlich als Neuling in der Muldenhammer Kommunalpolitik auftritt.

Wolfgang Schädlich ist im Ortsteil Sachsengrund aufgewachsen, der studierte Nachrichtentechniker betreute Großprojekte für Siemens in Russland, Kasachstan, Turkmenistan und in weiteren osteuropäischen Ländern. Zur Zeit arbeitet er in Erlangen, könne Führungsqualitäten als Leiter von mehreren hundert Mitarbeitern vorweisen und wolle bald wieder in sein Elternhaus in Sachsengrund einziehen. „Immer, wenn ich auf Besuch nach Hause kam, war es als wäre ich nie weg gewesen.

Hier liegt etwas in der Luft, das findet man nicht überall.“ Die zwei Neuen bekamen die Frage gestellt, wie sie damit umgehen würden, wenn eine ihrer Ideen im Gemeinderat scheitert. Standke: „Dann hätte man seine Idee besser erklären müssen.“

Schädlich: „Teamgeist gehört dazu. Es zeugt von einem konstruktiven Klima, wenn nicht alle einer Meinung sind.“ Und Mann resümierte: „Es ist uns in den letzten Jahren gelungen, vernünftige Entscheidungen umzusetzen. Das ging nur mit der guten Arbeit des Gemeinderates.“ Wie denken die drei Bürgermeisterkandidaten beim Thema Asyl?

Jürgen Mann: „Jeder weiß, dass ich dem offen gegenüberstehe. Wir hatten einige Familien hier, die aber weitergezogen sind. Danke an die vielen Helfer.“ Standke: „Das ist ein schwieriges Thema, oft hat die Gemeinde ja keine Wahl.“ Aber eine offene Flüchtlingspolitik würde er eher nicht verfolgen. Schädlich: „Einerseits brauchen Leute Hilfe, andererseits wird auch Missbrauch getrieben. Ausgeglichenheit ist wichtig.“

Das skurrilste Thema waren die Misshandlungsvorwürfe in einem kommunalen Kindergarten. Ein Gast wollte von René Standke wissen, warum er in diesem Zusammenhang Bürgermeister Mann angezeigt hat. Standke: „Es gab mehrere Meldungen von Eltern, der Bürgermeister als Verantwortlicher hätte handeln müssen. Deshalb habe ich Anzeige zur Gefahrenabwehr gestellt. Die Ermittlungen laufen.“

Bürgermeister Mann wollte sich zum laufenden Verfahren nicht äußern. „Aber die Eltern haben sich seit vier Jahren nie an den Gemeinderat gewendet.“ Dem widersprach Standke: „Sie wurden nicht gehört.“ Schädlich bekam für seinen Kommentar den größten Applaus: „Die Diskussion finde ich heute Abend nicht angebracht. Wir sollten das Urteil abwarten und es den Fachleuten überlassen.“

2017-01-30




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