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Adorf geht auf Ideensuche

Was tun, um Bevölkerungsschwund und Überalterung zu mildern? Adorf darf sich die nächsten fünf Jahre darüber Gedanken machen – in einem Pilotprojekt.

Adorf – Aus der Not eine Tugend machen – genau das möchte Adorf in nächster Zeit tun. Am Freitag hielt der Ort die erste Zukunftswerkstatt zum Thema demografischer Wandel auf dem Marktplatz ab. Denn die Stadt kann sich zukünftig über professionelle Unterstützung freuen: Beratungsangebote und bis zu 40.000 Euro jährlich stehen über das Bundesprogramm „Demografiewerkstatt Kommunen“ bereit, in das Adorf aufgenommen wurde.

Gemeinsam mit den Soziologen Klaus Zeitler und Heidi Leitner sammelten rund 100 Interessierte am Freitag erste Ideen, wie sich die Stadt angesichts sinkender Einwohnerzahlen und einer älteren Bevölkerung verhalten könnte. Der demografische Wandel sei das wichtigste Zukunftsthema der nächsten Jahre, fand Zeitler als Leiter des Sozialwissenschaftlichen Institutes für regionale Entwicklung (SIREG) aus Rottenburg an der Laaber.

Was das konkret für Adorf bedeutet, fassten unterschiedliche Bewohner zusammen. Michael Schneider vom Gewerbeverein fand: „Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zunehmen. Auch bei mir blieb drei Jahre eine Stelle für einen KFZ-Mechaniker-Lehrling unbesetzt.“ Bessere Löhne in der Region würden den Wegzug eindämmen, außerdem müsse sich diese besser vermarkten.

Wilfried Kirchner vertrat die Anliegen der Senioren: Seit den 90er Jahren sei der Anteil der Menschen über 65 Jahren von 19 auf 39 Prozent gestiegen. „Und gleichzeitig auch die Ansprüche. Die Senioren wollen aktiv und eigenständig bleiben. Die Frage ist, ob das Altwerden in Adorf eine Horrorvision oder eine reale Alternative ist“, ergänzte er.

Stefan Dietz als Repräsentant der jüngeren Bevölkerungsgruppe machte den Vorschlag: „Wir könnten den Leerstand als Freiräume nutzen, beispielsweise für Künstler.“ Die Umwandlung des früheren Stadtgefängnisses in ein Haus der Musik sei ein erster richtiger Schritt gewesen. Auch Dietz hat mit seinen Musikerkollegen hier Probenräume gefunden. In zwei Gruppen aufgeteilt, sammelten die Adorfer dann konkrete Ideen für ihre Stadt. Dabei fielen den Soziologen die ersten zwei Schwerpunkte auf. „Das Image der Gemeinde spielt eine wichtige Rolle. Viele finden, es müsste mehr kommuniziert werden, wie schön das Leben im Ort ist und welche Möglichkeiten er bereithält“, fand Heidi Leitner.

Der Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) sagte: „Lob kommt meist von Außenstehenden.“ Ein zweiter Punkt betraf die Gestaltung: Viele Bürger wünschten sich in ihren Kommentaren eine Lösung für den Ortskern und den Durchgangsverkehr an der B 92 und eine sinnvolle Nutzung des Leerstandes. Bürgermeister Schmidt wünschte sich: „Heute war ein guter Beginn, hoffentlich bringen sich die Bürger die nächsten Jahre weiter aktiv ein.“ Und natürlich brauche es trotz aller guter Ideen vor allem eines: Genug Fördergelder, um diese auch umzusetzen. Katrin Mädler

2016-09-14




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