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Maler Fredo Bley ist tot

031210 BleyBuchwald/Plauen Fredo Bley, der vogtländische Landschaftsmaler aus Buchwald, ist am Montag im Reichenbacher Krankenhaus gestorben. Der Maler, der nach kurzer schwerer Krankheit starb, wäre im nächsten Jahr 82 Jahre alt geworden.

 

Mit Fredo Bley, der 1929 in Mylau geboren wurde, verliert das Vogtland einen herausragenden Maler. Sein Schaffen umfasst rund 3000 Werke, die in über 60 Ausstellungen zu sehen waren. 2009, als er 80 Jahre alt wurde und diese Zeitung ihm einem großen Beitrag widmete, konnte der bescheidene Mann erleben, wie stark seine Bilder auf das Publikum wirkten. Ausstellungen auf der Landesgartenschau in Reichenbach, im Neuberinmuseum in Reichenbach, im Museum im Schloss Voigtsberg in Oelsnitz sowie im Barocksaal des Museums der Burg Mylau würdigten den Künstler. Stolz war Fredo Bley auch darauf, 2001 in einer Präsentation von Beispielen zeitgenössischer Kunst aus den Neuen Ländern im Kanzleramt Berlin vertreten gewesen zu sein.


Lithograph hatte Fredo Bley nach dem Abschluss der Volksschule gelernt. In Reichenbach beim Kunstverlag Carl Werner. Mit ihm in der Lehre bei der Firma Werner war auch der zwei Jahre jüngere Wolfgang Mattheuer, der sich einmal Bildermacher nennen wird, die Leipziger Schule mit begründet und als Hochschullehrer seine Spuren hinterließ. Und der, wie sich Fredo Bley erinnert, ihn immer beneidet habe. „Du hast dir deine Unabhängigkeit bewahrt“, sprach der international anerkannte, hochgeehrte Mattheuer zu seinem Kollegen Bley, wenn er ihn in Buchwald besuchte.

 

Fredo Bley ging nicht den akademischen Weg zur Kunst. Fredo Bley blieb Zeit seines Lebens Autodidakt. Mit einer Vorliebe für französische Impressionisten, deren Malerei im Freien ihm sehr entgegenkam. Ihm gefallen auch die expressionistischen Maler, und er stimmt zu, dass ihn der Plauener Kunstexperte und Museumsmitarbeiter Frank Weiß (in der Publikation „Malerei im Vogtland“) einen Künstler genannt hat, der „eine Synthese von Impressionismus und Expressionismus“ anstrebe. Wer sich gründlich und mit Gewinn in die Landschaften Fredo Bleys vertieft, wird das bestätigen: Hier malt einer kraftvoll in seiner ureigensten Art, abstrahiert, ohne das Gegenständliche zu verlassen, erfasst das Wesen, das Substantielle und preist auf seine Art die Unerschöpflichkeit der ihn unmittelbar umgebenen Natur.


Der Buchwalder Künstler war auch immer einer, der sein Wissen und Können weitergab. In Zirkeln bildender Kunst, erst in Lengenfeld, dann in der Nema in Netzschkau. Das gab nicht nur ein bescheidenes, aber sicheres Einkommen, das war auch Kontakt zu Gleichgesinnten. Zu akademischen Titeln und materiellem Ruhm hatte Fredo Bley es nicht gebracht. Auch von der Malerei konnte er nicht immer leben. So arbeitete er von 1957 bis 1964 als Ziegeleiarbeiter in der Ziegelei Limbach, obwohl er bereits 1951 als damals jüngster Maler Deutschlands durch die Landesgutachterkommission Sachsen in den Verband Bildender Künstler aufgenommen worden war.


Immer wieder war es die vogtländische Landschaft in seiner unmittelbaren Umgebung, die Fredo Bley anregte. Er sagte dazu 1989: „Von frühester Jugend an war ich von der Sehnsucht erfasst, meine Empfindungen in der mich umgebenden Natur durch die Bildsprache sichtbar zu machen.“ So gibt es das Ölbild „Im Wudel“, und Fredo Bley kommentierte: „Hier im Wudel habe ich malen gelernt seit 1943 – und tue das bis heute immer noch mit der gleichen Begeisterung.“
Der unermüdliche, eigenwillige, ohne seine Malerei nicht leben könnende Fredo Bley und seine Bilder werden uns fehlen.                             

 

Von  Lutz Behrens

 

2010-12-03




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