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„Bambule“ unter Sigmund Jähns Konterfei

KosmonautEs war wie ein großes „Liebeslied“ – nicht nur vom geheimen Headliner – an die Veranstalter um die Band Kraftklub, was Freitag und Samstag am Stausee Oberrabenstein auf, vor und hinter den Bühnen gelebt wurde. Fast 15.000 Fans, Künstler und Helfer feierten den fünften Geburtstag des Kosmonaut-Festivals – ohne angezeigte Zwischenfälle.Wir waren auch wieder dabei, haben unsere Kartengewinner getroffen, begleitet und einiges erlebt.

„Danke an 26 Jahre Treue und Kraftklub für die Einladung zu diesem wunderschönen Festival. Der Engel steckt hier wirklich im Detail“, so Jan Delay – Frontmann der Beginner – als er sich nach über einer Stunde Performance von einem vielfältigem Publikum verabschiedete. Sie waren der geheime Headliner, die erst 10 Minuten vor Beginn der Show von Kraftklub bekannt gegeben wurden. Was dann folgte, war die sprichwörtliche geballte „Bambule“ von zwei Tagen musikalischer Vielfalt, gespickt mit vielen politischen Botschaften für Toleranz und Nächstenliebe.

Väter, Söhne und „damals beim splash! ...“

Einen besseren Abschluss als diese Band hätte es nicht geben können – 26 Jahre deutsche Musikgeschichte. Das merkte man auch daran, dass Vater und Sohn sich nicht nur über damalige und aktuelle Texte der Band austauschten: „Da hat der Typ auf der Bühne damals zum Splash! deine Mutter angemacht“, fiel es so ganz nebenbei. Und das zeigt, warum das Kosmonaut schon nach fünf Jahren so erfolgreich und friedlich ist: Es ist für alle Generationen musikalisch etwas dabei. Es gibt weder Alters- noch Genregrenzen oder Barrieren.

Johnny Cash und „OHRgasmen“

Nachdem man an einem wettertechnisch durchwachsenen Freitag die beeindruckenden Stimmen von den „Giant Rooks“ und „FilBoRiva“ lauschte, zeigten Letztere mit Cashs „Folsom Prison Blues“, was das klangliche Repertoire der Band so hergab. Nach fleisch gewordener Melancholie und Theatralik im Regen – pünktlich zu „Smokers Outside The Hospital Door“ einsetzend, wie auch 2008 beim MELT! – parkte Sänger Tom Smith von den Editors spätestens bei „Marching Orders“ bei jedem einen emotionalen Schub ins Hirn, der ein echter Ohrgasmus war. Nach diesem Brainf*** gab es „Remmi Demmi“ mit dem verrückten musikalischen Wanderzirkus von Deichkind – Dopamin für alle! Schabernack auf Deutsch-Rap mit Oma, Riesenhirn, „Fass-Diving“ und Co..

Geflashte Metaler, verlorene Kicker – „Leider Geil“

Dabei traf man unter dem Konterfei von Sigmund Jähn auch den Vlife-Kartengewinner, eigentlich Fan schneller Gitarrenriffs und Metaler, Christian Kesselboth. Er ließ sich von der bassgewaltigen Mitmach-Show mitreißen, die letztendlich im kunterbunten Abriss endete – „Leider Geil“. Man traf ihn mit einer kleinen Truppe Plauener, die schon „Stammgäste“ beim Kosmonaut sind. „Ich muss sagen, das Kosmonaut ist wirklich der Hammer. Ich habe selten ein Genre-Vielfalt so gut ausgewählt erlebt. Dazu noch das Flair – total familiär und entspannt. Das hat mein Bewusstsein musikalisch echt erweitert“, resümiert der Kicker vom Aufsteiger SSV Tirpersdorf.

Pascal Steinbach vom Pokalgewinner SC Syrau – ebenfalls Ticketgewinner – traf man am Freitag noch bei Deichkind und am Samstag war er vom Festival-Kosmos nach dem Bilderbuch-Auftritt total verschluckt. Vielleicht weil er sich zu sehr ärgerte, dass er das Weck-Konzert von Kraftklub um 7.30 Uhr auf dem Zeltplatz verpasst hat?

60er-Flair in der Sonne am See

Auch das zeigt, dass das Kosmonaut immer für Überraschungen, Witz und unheimlichen Charme steht. So kommt auch die Standup-Comedy nicht zu kurz. Wer am sonnigen Samstag nicht tanzen wollte, konnte bissigen Humor von Oliver Polak und Co. genießen. Dazwischen immer wieder Künstler, die sich in der Menge tummeln und mit den Besuchern schnattern, feiern, fotografieren oder Flunkyball spielen.

Auf dem Streifzug vor den Bühnen zwischen 60er-Jahre-Feeling bei den „Parcels“ über Pop von „Mine“, begegneten einem viele Vogtländer. Von Plauen bis Schöneck waren einige dabei. Nachdem man bei den deutschen Post-Hardcore Jungs von Fjørt ordentlich pogte, stärkte man sich in der Schlemmermeile für den bissigen „Rap-Rock-Punk“ mit Ösi-Charme bei „Bilderbuch“ und natürlich fürs Mitsingen bei „AnnenMayKantereit“ (AMK).

„Kosmo“-Fans, Kantereit und Melone

Diese führten Männlein wie Weiblein „Barfuß am Klavier“ mit „Poccahontas“ zum Geburtstagsgeschenk an die Gastgeber. „... we fell in Love with a Friend“, ist quasi das Danke der jungen Band an Kraftklub, die sie schon 2015 zum Kosmonaut einluden und deren Potential erkannten.

Hier trifft man Juliane Reichelt mit Andreas Kripfgans aus Plauen. Sie war im vergangen Jahr Ticketgewinner und ist ebenfalls Kosmonaut verliebt. „Ich mag die entspannten Leute hier und natürlich AnnenMayKantereit. Und die Spannung im Vorfeld auf den geheimen Headliner ist einfach noch der Kick“ , sprach sie und tanzte weiter.

Andreas kennt das „Kosmo“ von Anfang an. Er schätzt das „gut durchwachsene“ Publikium und die Bandauswahl. Da er die Beginner schon vor 26 Jahren feierte, tat er es auch dieses Mal – aber nun in Gentleman-Manier: mit Melone, Augen zu, mitsingend und tanzend.

„Ost-Woodstock“für Toleranz und Vielfalt

Man wird sie sicherlich alle auch im nächsten Jahr wiedersehen. Denn was hier nach nur fünf Jahren in der Festivallandschaft geschaffen wurde, ist einzigartig. Hier bedanken sich Künstler bei den Gastgebern und feiern mit dem Publikum.

Hier basteln die Veranstalter die Raketen, setzen Senfeier für den Backstagebereich an und wecken die Camper mit einem spontanen Auftritt. Eltern schwelgen in Erinnerungen zum Gig ihrer Lieblingsband, dessen neues Album nun der Sprössling auf itunes lädt.

Wo der Onkel den Deichkind-Hut zu Anzug mit Schlips trägt und der Teenager sich beim Minigolf übt und danach ins Wasser springt. Wo Fans von 6 bis 66 im Chor „Zuhause“ von AnnenMaykantereit singen und die Mutti den Kindern Geschichten zur ostalgischen Deko erzählt.

Wo 15.000 Menschen jeglichen Alters und jeglicher Herkunft friedlich ganz im Sinne von Toleranz, Vielfalt und für Minimalismus die Musik leben. Das alles ist Kosmonaut. Friedlicher als Woodstock und voller Ostalgie – quasi ein „Ost-Woodstock“. Hoffentlich auch in den nächsten fünf Jahren. Text:tapo/Foto:czi

2017-06-26




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