Gesundheitsmagazin "V-Aktiv"

Anzeigen

Stellenanzeigen_Teaser

Banner_Ratgeber



MediaMarkt

Schlagzeilen von vogtland-sport.de

Meinungen und Vorschläge

Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Vogtland-Anzeiger Newsletter

Aktuelle Meldungen aus Plauen und dem Vogtland per Mail. Abonnieren Sie kostenlos den Vogtland-Anzeiger Newsletter.

Tragen Sie hier Ihre Mailadresse ein:
Ihre Daten

Aktuelle Umfrage:

Aktuelle Umfrage: "Albtraum für die deutsche Wirtschaft?! Grenzkontrollen - Die Rufe zur Wiederaufnahme der innereuropäischen Grenzkontrollen angesichts der Flüchtlingskrise werden immer lauter. Sind Sie dafür? "



.

VW ist überall

Von Wilfried Hub

Was hat der VW-Skandal mit unserem Theater zu tun? Eigentlich nichts. Ja eigentlich. Tatsächlich aber kann die Krise im größten Autokonzern Europas fürs Theater sogar existenzbedrohend werden. Der Abgas-Betrug in den USA und anderswo wird nicht nur Volkswagen teuer zu stehen kommen, sondern auch allen VW-Standorten, darunter auch Zwickau, dass dank Mosel seit Jahren mit stets steigenden Gewerbesteuer-Einnahmen rechnen durfte. Damit dürfte jetzt aber erst mal Schluss sein. Für Zwickau ist das eine Katastrophe. Die Stadt verliert eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen.

Zwickau hat für dieses Jahr 47 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer eingeplant, für 2016 sogar 50 Millionen. Die Gewerbesteuer wird bekanntlich aus den Gewinnen der Unternehmen errechnet. Da der Konzern wegen zu erwartender Strafen, Entschädigungen und Kosten für das Umrüsten der Fahrzeuge aber einen zweistelligen Milliardenbetrag wird aufbringen müssen, werden die Gewinne des Autobauers, aber auch bei Zulieferfirmen, in den nächsten Jahren deutlich geringer ausfallen. Dazu kommt der zu erwartende Umsatzrückgang wegen des immensen Imageverlusts der Marke.

Zwickau rechnet in diesem Jahr mit Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer von zehn Millionen Euro und in den Folgejahren mit noch höheren Ausfällen. Am Ende kann Zwickau sogar noch froh sein, wenn VW nicht zu viel bezahlte Steuern wieder zurückverlangt. So erging es der Stadt Wolfsburg vor zehn Jahren, als sich der Autobauer auch in einer Krise befand. In der VW-Stadt in Niedersachsen kommen 70 Prozent der Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Die betrug im vergangenen Jahr 275 Millionen Euro. Fast alles kam von VW. Am Stammsitz sind 60.000 Menschen bei VW beschäftigt.

Theater in Gefahr

Da Zwickau und Plauen gemeinsam ein Theater betreiben, sind auch wir direkt vom VW-Skandal betroffen. Noch kann keiner wissen, ob Zwickau künftig die Millionen-Zuschüsse ans Theater weiter wird zahlen können. Jedenfalls gab Oberbürgermeisterin Pia Findeis am Donnerstag bekannt, dass jährlich zehn Millionen Euro eingespart werden müssen und alles auf den Prüfstand komme, es möglicherweise eine Haushaltssperre geben könnte. Wegen der Einnahmeausfälle seien Investitionen wie die Sanierung des Gewandhauses, aber auch von Schulen und Sporthallen fraglich. Freiwillige Leistungen wie Gratisessen für bedürftige Kinder, kostenlose Schülerbeförderung, freien Eintritt in Museen oder Begrüßungsgeld für Neugeborene müssten wohl gestrichen werden.

Es ist zu befürchten, dass unser Theater, das ohnehin auf wackeligen finanziellen Füßen steht, wieder einmal zur Disposition stehen könnte. Plauen ist jedenfalls nicht in der Lage, für Zwickau in die Bresche zu springen. Im Gegenteil. Die Stadt weiß selbst kaum, wie sie die Zuschüsse fürs Theater aufbringen soll. Und der Vogtlandkreis? Nach den vollmundigen Erklärungen des neuen Landrats Rolf Keil, abgegeben vor seinem Amtsantritt, eine Beteiligung über die kreiseigene Kultur GmbH sei möglich, hört man von dort nichts mehr. Es wird also bald auch wieder über den Austritt Plauens aus dem Kulturraum diskutiert werden.

Wir brauchen dringend einen Krisengipfel zum Theater. Die beiden Städte, der Vogtlandkreis, der Kreis Zwickau und der Freistaat müssen an einen Tisch, damit endlich tragfähige und nachhaltige Lösungen gefunden werden. Trotz der Mittel aus dem Kulturraum werden die beiden Städte nicht in der Lage sein, die Kosten allein zu stemmen. Die Hiobsbotschaften von VW verschärfen die Situation. Der neue Kulturbürgermeister Steffen Zenner ist aufgerufen, sich an die Spitze der Bewegung zu setzen und auch seine Kontakte in die Staatsregierung spielen zu lassen. Es geht um die Rettung unseres Theaters. Dafür lohnt es sich zu kämpfen!

2015-09-25




Kommentar zu VW ist überall ?

Kommentar schreiben:







Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen

  Zeitung klein Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...



  • PDF
  • Sie können diese Seite versenden/ empfehlen
  • Druckversion dieser Seite
.
.

xxnoxx_zaehler