Anzeigen

Stellenanzeigen_Teaser

Banner_Ratgeber

Gesundheitsmagazin "V-Aktiv"



MediaMarkt

Schlagzeilen von vogtland-sport.de

Meinungen und Vorschläge

Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Vogtland-Anzeiger Newsletter

Aktuelle Meldungen aus Plauen und dem Vogtland per Mail. Abonnieren Sie kostenlos den Vogtland-Anzeiger Newsletter.

Tragen Sie hier Ihre Mailadresse ein:
Ihre Daten

Aktuelle Umfrage:

Aktuelle Umfrage: "Albtraum für die deutsche Wirtschaft?! Grenzkontrollen - Die Rufe zur Wiederaufnahme der innereuropäischen Grenzkontrollen angesichts der Flüchtlingskrise werden immer lauter. Sind Sie dafür? "



.

Untragbar

Von Wilfried Hub

Es lebe die Steinzeit! Und da gab es auch schon Homosexualität. Die Äußerungen des Plauener CDU-Stadtrates Dieter Blechschmidt sorgen im ganzen Land für Empörung. Er hat Homosexualität als Krankheit bezeichnet und Außenminister Guido Westerwelle deshalb kritisiert. Die SPD und andere fordern Blechschmidts Rücktritt. Zu Recht. Mit seinen Erklärungen und Statements ist er ganz erheblich übers Ziel hinausgeschossen. Ich bin der Ansicht, solche Äußerungen sind diffamierend und beleidigend. Eine solch massive Diskriminierung des Persönlichkeitsrechts ist unerträglich und nicht hinnehmbar. Er sollte sofort von allen politischen Ämtern in Plauen und im Vogtlandkreis zurücktreten. Bislang hat er sich ja nicht mal entschuldigt.

Persönlichkeitsrechte verletzt

Keiner verlangt von Herrn Blechschmidt, dass er Homosexualität akzeptiert. Aber tolerieren muss er sie. Toleranz sollte zu einem gewissen Grad bei jedem Menschen vorhanden sein. Wir alle, auch die CDU und auch Herr Blechschmidt, sollten uns an der Versöhnung und nicht an der Spaltung der Gesellschaft beteiligen. Soll doch jeder so leben, wie er es für richtig hält. Und solange dabei niemand zu Schaden kommt, hat niemand den Lebensstil eines anderen zu kritisieren. Homosexualität tut keinem weh, Homophobie verletzt aber Persönlichkeitsrechte. Ich jedenfalls möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der Schwule und Lesben diskriminiert werden.

Der langjährige CDU-Stadtrat und die Leute, die sich in den vergangenen Tagen in Leserbriefen und Meinungsbeiträgen in Zeitungen und Online-Portalen Blechschmidts Äußerungen anschlossen, sollten sich den Paragrafen eins unseres Grundgesetzes vor Augen führen. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Und den Paragrafen zwei: Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Genau an dieser Stelle hat die öffentliche Meinungsfreiheit nämlich ihre Grenzen. Niemandem steht es in diesem Zusammenhang zu, dies öffentlich in Frage zu stellen, zu kritisieren, oder wie in vielen Fällen mit zweifelhafter moralischer oder pseudowissenschaftlicher Argumentation zu diffamieren, nur weil die eigene Einstellung abweichend ist.

Die CDU muss handeln

Die CDU in Plauen und im Vogtland macht es sich zu einfach, wenn sie Blechschmidts verbale Entgleisungen als private Einzelmeinung abtun möchte, mit der die Partei eigentlich nichts zu tun hat. Die CDU-Fraktion im Plauener Stadtrat sollte überlegen, ob sie solch einen Menschen weiter als Pressesprecher haben will. Der CDU-Kreisvorsitzende Sören Voigt sollte überlegen, ob er ihn weiter als seinen Stellvertreter haben will. Wer im 21. Jahrhundert Homosexualität als heilbare Krankheit bezeichnet, Schwule und Lesben so massiv diffamiert, ist nicht tragbar als Stadtrat oder Kreisrat. Auch nicht als Parteifunktionär. Wenn die CDU nichts gegen Blechschmidt unternimmt, gerät sie in den Verdacht, dass es in der Partei auch noch andere gibt, die ähnlich denken. Langsam bekommt man das Gefühl, manche Menschen wollen in Deutschland den mittelalterlichen Kirchenstaat wieder einführen.

Natürlich gilt die Meinungsfreiheit auch für Stadtrat Dieter Blechschmidt. Er aber missbraucht sie, indem er andere Menschen beleidigt. Rauchen und Alkoholismus sind Krankheiten, aber sicherlich nicht Homosexualität. Manchmal fragt man sich schon, warum Leute so intolerant sind. Doch hier hört die Meinungsfreiheit eindeutig auf. Menschenwürde kommt vor Meinungsfreiheit. Herr Blechschmidt hätte wohl besser geschwiegen. Seine empörenden Ansichten sollte er eher im privaten Bereich und nicht öffentlich in der Zeitung äußern. Als ernstzunehmender Politiker hat er sich jedenfalls disqualifiziert.

2012-05-04




Kommentar von _Andreas Ernstberger am 06.05.2012; 13:39:21 Uhr

Kommentar zu Untragbar

Untragbar ist die Tatsache, dass die CDU mit den typisch schwammigen Erklärungen kommt. Solche Erklärungen die am Ende erst richtig Zoff aufkommen lassen. Einen Fehler zu machen kann wirklich passieren. Wer diesen Fehler selbst erkennt und sich dafür richtig entschuldigt, sprich es auch ernst damit meint ... das hat Größe und man kann so in einen befriedenden Dialog eintreten. Letztlich sogar noch lernen für die Zukunft. Der Fall hier zeigt mir persönlich nur auf bzw. bestätigt er mir, dass Politiker kein Seegen für die Bürger sind.

Kommentar zu Untragbar ?

Kommentar schreiben:







Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen

  Zeitung klein Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...



  • PDF
  • Sie können diese Seite versenden/ empfehlen
  • Druckversion dieser Seite
.
.

xxnoxx_zaehler