Gesundheitsmagazin "V-Aktiv"

Anzeigen

Stellenanzeigen_Teaser

Banner_Ratgeber



MediaMarkt

Schlagzeilen von vogtland-sport.de

Meinungen und Vorschläge

Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Vogtland-Anzeiger Newsletter

Aktuelle Meldungen aus Plauen und dem Vogtland per Mail. Abonnieren Sie kostenlos den Vogtland-Anzeiger Newsletter.

Tragen Sie hier Ihre Mailadresse ein:
Ihre Daten

Aktuelle Umfrage:

Aktuelle Umfrage: "Albtraum für die deutsche Wirtschaft?! Grenzkontrollen - Die Rufe zur Wiederaufnahme der innereuropäischen Grenzkontrollen angesichts der Flüchtlingskrise werden immer lauter. Sind Sie dafür? "



.

Fünf vor zwölf

Von Wilfried Hub

Sommerpause! Kommende Woche beginnen die Ferien und da wird es ruhig in der Region. Viele zieht’s in die Ferne, die Daheimgebliebenen tummeln sich irgendwo am Wasser. Auch in der Kommunalpolitik ist erstmal Ruhe eingekehrt. Doch es ist eine trügerische Ruhe, auf die im Herbst heftige Stürme folgen werden. Es gibt zu viele ungelöste Probleme, die eigentlich keinen Aufschub zulassen.

Neben der schwierigen und nach wie vor ungeklärten Finanzsituation in Plauen ist unsere größtes Problem das Theater bzw. dessen Finanzierung. Ich fürchte, vielen ist gar nicht bewusst, wie schwierig die Situation mittlerweile tatsächlich ist. Zu keinem Zeitpunkt seit der Wende vor 25 Jahren war die Existenz der größten Kultureinrichtung in der Region so sehr bedroht wie jetzt. Es ist wirklich fünf vor zwölf, und wenn die Verantwortlichen in Plauen und Zwickau nicht ganz schnell in die Puschen kommen, dann kann es trotz der langen Geschichte unseres Theaters das Ende bedeuten. Ein finanzielles Desaster für die beiden Städte wäre es übrigens dennoch. So weit darf es nicht kommen!

Doch es scheint keiner eine Idee zu haben, wo die fehlenden Millionen herkommen könnten und wie es weitergehen kann. Die Sache befindet sich derart in der Sackgasse, dass man nur noch mit Zorn und Wut reagieren kann. Doch der Reihe nach: Vor allem auf Wunsch Zwickaus läuft der Haustarif im Theater aus. Schön für die Mitarbeiter. Klar. Aber das führt zu deutlich höheren Personalkosten. Logisch. Mit einem massiven Personalabbau in den nächsten Jahren sollten die Mehrkosten kompensiert und das Theater mittelfristig finanziell saniert werden.

Rund 60 Stellen sollten gestrichen werden. Problem: Da es sich zu einem großen Teil um langjährige Mitarbeiter handelt, stehen denen selbstverständlich Abfindungen zu. Die Rede ist von mindestens acht Millionen Euro zusätzlichen Kosten. Und nun beginnt der hausgemachte Dilettantismus. Sowohl in Plauen als auch in Zwickau war man stillschweigend davon ausgegangen, dass diese Kosten für die strukturellen Veränderungen, so kann man Massenentlassungen nämlich auch nennen, vom Freistaat getragen werden. Pustekuchen! Die zuständige Ministerin Eva-Maria Stange denkt gar nicht daran. Sollte die Kostenübernahme tatsächlich nur ein Gerücht oder der fromme Wunsch der beiden OB gewesen sein? Vielleicht hätte man einfach mal in Dresden nachfragen sollen, bevor man den Theaterkompromiss besiegelt und aus dem Haustarif aussteigt.

Insolvenz keine Lösung

Zu warten, bis genügend Mitarbeiter aus Altersgründen und ohne Abfindungen ausscheiden, dauert zu lange. Auch eine Rückkehr zum Haustarif ist schwierig. Firmen in einer solchen Situation müssen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden. Das könnte das Theater auch. Dann wäre das Haus platt, aber den Städten würde trotzdem finanzielles Desaster drohen. Die vielen Mitarbeiter, die bereits vor der Fusion beim Theater waren, würden nämlich in die warmen Schöße der Städte zurückfallen. Sie müssten weiter bezahlt oder entlassen und mit Geld abgefunden werden.

Was nun, Frau Findeis? Was nun, Herr Oberdorfer? Die beiden Städte könnten die Kosten der „Struktur-Veränderungen“ übernehmen. Zumindest für Plauen kaum vorstellbar. Oder man kehrt doch zum Haustarif zurück, wurschtelt ein paar Jahre weiter und hofft, dass sich irgendwann alles irgendwie zum Guten wendet. Für ernsthafte Politiker keine Option.

Es gibt eigentlich nur einen Weg: Frau Findeis und Herr Oberdorfer packen alle Landtagsabgeordneten der Region Vogtland/Zwickau in die Autos, fahren nach Dresden und verhandeln so lange mit Frau Stange und Ministerpräsident Tillich bis eine Lösung da ist. Meiner Ansicht nach kann es ohne Hilfe aus Dresden keine Lösung fürs Theater geben.

2015-07-10




Kommentar zu Fünf vor zwölf ?

Kommentar schreiben:







Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen

  Zeitung klein Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...



  • PDF
  • Sie können diese Seite versenden/ empfehlen
  • Druckversion dieser Seite
.
.

xxnoxx_zaehler